Sport : Alte Schulden, neue Sorgen

TeBe verschiebt die Aufsichtsrats-Wahl – der Konkurs droht

Karsten Doneck

Berlin. Am Ende ging es schneller. Als die 205 Mitglieder von Tennis Borussia den Saal der Schiller-Oberschule in Charlottenburg verließen, hatten sie auf der Jahreshauptversammlung über einen Punkt zwar abgestimmt, aber nur, um ihn bis zum März 2003 zu vertagen. Es war der Punkt 7 in der Tagesordnung, der die Neuwahl des Aufsichtsrates zum Inhalt hatte. Nachdem TeBe-Präsident Klaus Schumann einleitend feststellte, dass sich der Verein in einer „finanziell schwierigen Lage“ befinde und der Aufsichtsrat mit Axel Lange, Jörg Henschel und Klaus Volker Stolle durch die Verschiebung der Wahl mehr Zeit bekommen soll, „um die Finanzen in Ordnung zu bringen“, gab es dafür eine mehrheitliche Zustimmung.

Als größte Gefahr für TeBe bezeichnete Schumann eine Steuer-Nachforderung des Finanzamtes für 1999 in Höhe von 750000 Euro. Zwar werde zunächst Vollstreckungsschutz gewährt, aber der Verein müsse bald mit dem endgültigen Steuerbescheid rechnen. Schon das könnte zum Konkurs führen. Hinzu kommt, dass es für die laufende Saison eine Etatlücke von 100 000 Euro gibt, die noch höher wird, wenn der türkische Verband die Ablösesumme von 220 000 Euro für Müslim Can und Faruk Namdar nicht überweist.

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