Sport : Alte Schule

Ein deutscher Blick auf die Welt des Basketballs

Benedikt Voigt

Die große Zeit des ASC Göttingen im Basketball liegt schon eine Weile zurück. In den Achtzigerjahren gewann das Team aus der Universitätsstadt dreimal den deutschen Meistertitel, die fortschreitende Professionalisierung im Basketball erlebte der Verein nicht mehr in der Ersten Liga mit. In den Achtzigerjahren stieß auch der Göttinger Autor Michael Rappe zum Basketball, was seinem Buch „Magic Basketball“ anzumerken ist. Es ist ein bisschen retro, aber dies ist durchaus die Stärke dieses Werkes. So erinnert es an Vereine aus Heidelberg oder eben Göttingen, beides Städte, die im deutschen Basketball nicht mehr die wichtigste Rolle spielen.

Michael Rappe hat ein umfassendes Werk über die Welt des Basketballs aus deutscher Sicht geschrieben. Portraits von der unbekannten deutschen Rollstuhlbasketballerin Silke Bleifuß bis zum Superstar Michael Jordan zeigen, wie umfangreich sich der Autor des Themas angenommen hat. Allerdings sind die Geschichten eher biographisch als hintergründig angelegt. Wohltuend ist, dass der Autor trotz des Titels weitgehend verzichtet auf Anglizismen, ohne die manche Basketball-Fachzeitschrift offenbar nicht mehr auskommt. Dieses Buch huldigt auf eine angenehme Weise der alten Schule. Andere würden „old school“ sagen.

— MIchael Rappe: Magic Basketball. Verlag Die Werkstatt, 352 Seiten mit Statistikteil, 24,90 Euro.

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