Sport : Altes Leverkusen

Bayer spielt wie zu guten Zeiten und schlägt Rostock 3:0

Erik Eggers

Leverkusen. Jens Nowotny lächelte. „Wer das nicht gehört hat, der ist taub“, sagte der 30-Jährige, er meinte damit den Jubel und die „Nowotny“-Sprechchöre der Fans über seinen ersten gewonnenen Zweikampf nach 25 Minuten. Natürlich war der Leverkusener Kapitän, der gestern nach seinem erlittenen Kreuzbandriss am 26. Januar sein Comeback in der Bundesliga feierte, der gefragteste Mann nach der Partie, die seine Mannschaft am Ende souverän mit 3:0 gegen Hansa Rostock gewonnen hatte. Bayers Trainer Klaus Augenthaler bescheinigte ihm „eine fehlerfreie Leistung“. Die vielen Fragen nach seiner Leistung aber waren dem Protagonisten des Abends offenkundig ein wenig unangenehm, er verwies daher lieber auf die Gesamtperformance, die ein wenig an frühere Leverkusener Fußballkunst erinnerte: „Es war ein Sieg der ganzen Mannschaft“, die damit, punktgleich mit Werder Bremen, auf den zweiten Tabellenplatz vorstieß.

Dieser Sieg ließ lange auf sich warten. In der ersten Halbzeit scheiterte Leverkusen immer wieder an Hansas Torwart Mathias Schober. „Die haben Chancen ohne Ende, klar, dass irgendwann die Tore fallen“, sagte Schober nach dem Abpfiff. Die Tore fielen dann auch erst in den letzten 20 Minuten. Zunächst war Placente per Kopf erfolgreich, dann traf Berbatow, der allerdings im Abseits stand. Das Tor zählte. Schließlich war der eingewechselte Bierofka mit einem Weitschuss zum 3:0 erfolgreich. Bayer feierte, für Rostock aber hat der Abstiegskampf begonnen.

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