Sport : Am Ende schunkeln die Freezer-Fans

Hamburger gewinnen nach Penaltyschießen 6:5 gegen den EHC Eisbären und gleichen zum 1:1 aus

Claus Vetter

Hamburg. Die Zuschauer schunkelten zu betagtem Liedgut von Hans Albers und Heidi Kabel, und in einer Ecke der riesigen Color Line Arena war es ganz leise. Und dies konnte natürlich aus Sicht des EHC Eisbären nichts Gutes heißen. Denn seine kleine mitgereiste Fankolonie hatte gestern am Ende des zweiten Viertelfinalspiels der nach dem Modus Best of seven gespielten Serie keinen Grund zur Freude. Nachdem die Berliner die Hamburg Freezers beim ersten Spiel in der Deutschlandhalle noch 5:2 bezwungen hatten, musste der Tabellenerste der Hauptrunde der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) beim Außenseiter passen. Vor rund 13 000 Zuschauern unterlagen die Eisbären den Hamburgern 5:6 (2:1, 0:3, 3:1/0:0/0:1) nach Penaltyschießen. Lachance erzielte den Siegtreffer für Hamburg, nachdem in der Verlängerung keine Tore gefallen waren. Im Gesamtergebnis steht es nun 1:1.

Es war eine Niederlage für die Berliner, die sich anfangs nicht unbedingt abgezeichnet hatte. Denn zunächst spielten nur die Eisbären, die Hamburger wirkten indisponiert. Schon nach 73 Sekunden konnte Florian Keller die Berliner in Führung bringen. Und nachdem Walker auf 2:0 für die Eisbären erhöht hatte, freuten sich die Fans der Berliner schon auf einen spaßigen Abend. Es kam anders. Bereits in der 3. Minute gelang Belanger das 1:2 für die Freezers, die Fans der Eisbären waren nicht mehr zu hören. Im Mitteldrittel kam es für die Eisbären recht deftig. Schneider, Belanger und House trafen für Hamburg, die Freezers lagen nach 40 Minuten 4:2 vorn.

Im Schlussdrittel allerdings fanden die Eisbären ihre Linie wieder: Fairchild traf zum 3:4. Und danach klappte es dann endlich auch im Powerplay bei den Berlinern. Als Hamburgs Kapitän Andrew Schneider auf der Strafbank saß, gelang Beaufait der Ausgleichstreffer. Und nur zwei Minuten nach dem 4:4 schaffte Fairchild bei Unterzahl der Berliner nach einem Konter das 5:4. Die Hamburger gaben sich allerdings nicht auf, fünf Minuten vor Ende des letzten Drittels traf Drury zum 5:5; Eisbären-Torhüter Shulmistra sah dabei nicht gut aus. Nach 20 dramatischen torlosen Minuten ging es ins Penaltyschießen: Und da setzte Lachance mit seinem Tor für Hamburg den Schlusspunkt unter ein hochklassiges und unterhaltsames Eishockeyspiel.

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