Sport : Am Ende Zlatan

Paris ringt Barcelona im Viertelfinale ein 2:2 ab.

Berlin - Ein letztes Mal in diesem Spiel reckte Zlatan Ibrahimovic seine riesige Gestalt und schraubte sich in die Luft. Der Mittelstürmer von Paris St. Germain schwebte mit dem Rücken zum gegnerischen Tor quasi im Himmel – und legte mit dem Kopf in seiner ihm eigenen Art zurück auf Blaise Matuidi. Und gegen diesen letzten Torschuss war dann auch Barcelonas Torhüter Victor Valdes machtlos.

Das Viertelfinalhinspiel in der Champions League zwischen Paris St. Germain und dem FC Barcelona hatte lange nach einem Sieg der Gäste geschrien. Doch am Ende musste sich die Elf von Trainer Tito Vilanova, der nach seiner Krebsbehandlung erstmals wieder an der Seitenlinie stand, mit einem leistungsgerechten 2:2 (1:0)-Unentschieden zufrieden geben.

Trainer Carlo Ancelotti hatte die Pariser gut vorbereitet auf das nimmermüde Angriffsspiel der Spanier. Immer wieder konnte seine Mannschaft die gegnerischen Bemühungen geschickt einschnüren und zurückdrängen in die eigene Hälfte. Doch in der 38. Minute konnte Paris dann nur staunen. Dani Alves spielte den Ball mit dem rechten Außenrist in einem hohen Bogen auf die linke Seite massgenau in den Lauf von Lionel Messi. Und der Weltfußballer erzielte mit einem Volleyaufsetzer ins rechte untere Toreck den 1:0-Pausenstand.

Zum Ende der zweiten Hälfte überschlugen sich dann die Ereignisse. In der 80. Minute verlängerte der Pariser Thiago Silva einen Freistoß von Maxwell mit dem Kopf zwar nur an die Unterkante der Latte. Doch Ibrahimovic reagierte geistesgegenwärtig und drückte den Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Schiedsrichter Wolfgang Stark hätte auf Abseits entscheiden müssen, doch als in Paris der Herzschlag wieder einsetzte, interessierten solche Marginalien niemanden mehr.

In der 89. Minute hatte Stark dann auf der anderen Seite einen schwachen Moment. Barcelonas Alexis Sanchez wurde im Strafraum vom Pariser Torhüter Salvatore Siguri umgepustet – Elfmeter. Xavi legte sich den Ball zurecht. Ein paar Schritte Anlauf – und Barcelonas Kapitän schickte Siguri in die falsche Ecke. Xavi rieb sich beim anschließenden Jubellauf durch das wuschige Haar, als könne er sein Glück kaum fassen. Hatte er womöglich gerade den Siegtreffer erzielt?

Nein. In der 94. Minute wurde das unermüdliche Anrennen des französischen Vertreters doch noch belohnt. Ein langer Ball. Und Ibrahimovic stieg hoch. Tsp

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