Sport : Am Hinterkopf der Bundesliga

Steffen Hudemann

über die Unerträglichkeit der Winterpause Auf Platz eins liegt der FC Bayern, punktgleich mit Schalke 04, dahinter Stuttgart, Wolfsburg, Bremen und Hertha BSC. Das ist zwar keine Neuigkeit, dennoch sei an dieser Stelle daran erinnert. Man konnte es nämlich vergessen in den vergangenen fünf Wochen. Das Unerträgliche an der Winterpause der Fußball-Bundesliga ist ja nicht, dass die Profis außer Waldläufen und Trainingskicks nichts tun, sondern dass darüber berichtet wird.

Da nur noch vier Tage der Winterpause verbleiben, hier eine kleine Rückschau: Im Trainingslager der Bayern in Dubai prallt ein Ball vom Pfosten gegen Oliver Kahns Hinterkopf. Die Torwarttrainer Sepp Maier und Bernd Dreher lachen, woraufhin Kahn schimpft und die Boulevardzeitungen ein Thema haben. Auch der „Kicker“ berichtet von dem Vorfall, um zu erwähnen, dass es sich nicht lohnt, darüber zu berichten. Der Streit wird aber von den Äußerungen des Bayern-Managers Uli Hoeneß über seinen Schalker Kollegen aus den Schlagzeilen verdrängt. „Assauer hetzt den Verein Schalke 04 in ein großes Risiko“, sagt Hoeneß, der zudem eine Erhöhung der Fernsehgebühren zugunsten der Bundesligaklubs fordert. Auf die Medienpräsenz der Bayern ist man in Bremen neidisch, weshalb Johan Micoud seinem Kollegen Fabian Ernst mit dem Kopf die Augenbraue aufschlägt und siehe da: Der Klub ist in den Schlagzeilen. In England gibt es keine Winterpause, so dass noch die Nachricht bleibt, dass Jens Lehmann bei Arsenal noch immer nicht spielt. Und sonst? Borussia Mönchengladbach hat während der Winterpause eine komplette neue Mannschaft verpflichtet. Aber wen interessiert das schon?

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben