Sport : Am letzten Anstieg entschieden

Mit einer unglaublichen Energieleistung auf den beiden letzten Kilometern hat Topfavoritin Bente Skari die Ehre der Skandinavier gerettet. Die deutschen Langläuferinnen verpassten auf der 10-km-Distanz dagegen das erhoffte Top-Ten-Ergebnis. Während die norwegische Weltmeisterin in Soldier Hollow vor den beiden Russinnen Olga Danilowa und Julia Tschepalowa triumphierte und damit die erste Medaille für eine skandinavische Mannschaft gewann, gelang der Oberwiesenthalerin Viola Bauer als 12. nicht der erhofften Sprung unter die besten Zehn.

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Newsticker: Aktuelle Nachrichten von den XIX. Winterspielen sowie weitere Sportmeldungen "Das ist aber dennoch der Bereich, wo ich hin wollte. Vielleicht bin ich ein wenig zu schnell angegangen" sagte Bauer, die nach zwei Kilometern noch auf dem fünften Platz gelegen hatte, dann aber ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen musste. "Ein mutiges Rennen von Viola", fand Bundestrainer Jochen Behle. "Nach einem Hänger zwischendurch konnte sie sogar am Ende noch einmal zusetzen und hat noch zwei Läuferinnen überholt. Mit dem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein", sagte der frühere Weltklasseläufer, meinte damit auch Rang 20 für Manuela Henkel.

Die Oberhoferin, die das 10-km-Rennen zur Vorbereitung für ihren Hauptwettkampf im Sprint nutzte, beschwerte sich über schwere Beine und fehlende Kraft. "Außerdem hat mich die Goldmedaille meiner kleinen Schwester Andrea gestern im Biathlon total fertig gemacht. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Die vielen Eindrücke. Jetzt muss ich mir wohl abgewöhnen, sie die Kleine so zu nennen.

Skari entschied das Rennen gegen eine wie entfesselt beginnende Russen-Troika - die fünfmalige Olympiasiegerin Larissa Lasutina belegte Rang vier - auf den letzten beiden Kilometern. Bei Hälfte des Rennens lag die Klassik-Spezialistin noch 15 Sekunden hinter der zu diesem Zeitpunkt führenden 15-km-Olympiasiegerin von Nagano Danilowa zurück auf Rang vier. Doch speziell am letzten Anstieg vor dem Stadion gab die 29-Jährige aus Nittedal noch einmal alles. Im Ziel lag sie ganze 2,5 Sekunden vor Danilowa.

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