Sport : Am Mittwoch tritt der Zweitlegist gegen Hertha BSC an

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Am Mittwoch kann für Tennis Borussia eigentlich nicht mehr viel schieflaufen. Zumindest was das Organisatorische betrifft, steht alles schon fest, wie dem Verlaufsplan zu entnehmen ist. Hier einige Punkte, die von Interesse sein könnten: 17 Uhr, Öffnung der Parkplätze durch die Firma B & S, 19 Uhr 15 Auftritt von Sänger Bernhard Brink ("Ein guter Mann", sagt Winfried Schäfer), ab 20 Uhr, Warmlaufen der Mannschaften im Innenraum und stimmungsvolles Rahmenprogramm mit Terra Brasilis von der Ufa-Fabrik. Wichtig für manchen Zuschauer dürfte auch der letzte Hinweis sein: 30 Minuten nach dem Abpfiff werden die Zuschauertoiletten geschlossen.

Einzig die Frage, ob es auf den Rängen auch stimmungsvoll wird, ist noch nicht geklärt. Knapp über 15 000 Karten hatte Gastgeber Tennis Borussia für das Pokalspiel gegen den Erstligisten Hertha BSC am Montagvormittag verkauft. Im letzten Jahr gingen im Vorkauf fast 30 000 Karten weg. Tennis Borussias Trainer Winfried Schäfer wundert sich ein wenig über den schwachen Vorverkauf: "Vor vier Wochen, als wir das Los Hertha BSC zogen, hat schon einer ausverkauft gerufen." Doch in der vergangen Saison spielte Hertha noch nicht in der Champions League. "Viele schauen auch auf das Wetter", glaubt Schäfer. Zudem dürfte sich auch mancher Fußballfreund den Weg ins Stadion sparen, nachdem sich das ZDF dazu entschlossen hat, nicht den SV Meppen gegen den FC Bayern live zu übertragen, sondern die inoffizielle Berliner Stadtmeisterschaft. Schäfer hofft dennoch, dass sich am Ende 40 000 Zuschauer einfinden werden.

Die Pressekonferenz vor dem Pokalspiel nutzte Schäfer, um sich über seine Spieler zu beschweren. "Was mich in Rage bringt, sind die vielen kritischen Stimmen bei Tennis Borussia", sagte der Trainer, "ich habe so viele Interviews von Spielern gelesen, die gar nichts zu sagen haben." Ab sofort gelte bei Tennis Borussia das Motto: "Klappe halten, arbeiten, aufsteigen." Eines hatte der Trainer noch vergessen: Hertha schlagen.

Uefa entscheidet heute, wer EM 2004 ausrichtet.

Aachen. Nach monatelanger Werbetour der drei Bewerber Spanien, Portugal und Österreich/Ungarn steigt in Aachen der Showdown um die Ausrichtung der Fußball-EM im Jahr 2004. Dem Votum des Exekutivkomitees der europäischen Fußball-Union (Uefa), das heute um 16.00 Uhr bekannt gegeben werden soll, sehen vor allem die Spanier optimistisch entgegen: "Ich bin sicher, dass Spanien die EM 2004 bekommt", tönte Real Madrids Stürmerstar Raul.

Die Zuversicht der Iberer kommt nicht von ungefähr: So hält der spanische Fußball-Verband (RFEF) dank einer Vielzahl großer Stadien die vermeintlich stärksten Trümpfe in der Hand. Das EM-Endspiel soll in der imposanten Arena des Camp Nou in Barcelona (110 000 Plätze) sattfinden.

An namhaften "Zugpferden" wie Eusebio (Portugal), Ferenc Puskas (Ungarn) und Toni Polster (Österreich) mangelt es den anderen Mitbewerbern ebenfalls nicht, wohl aber an einer vergleichbaren sportlichen Infrastruktur. Der Spatenstich für die österreichischen Stadien in St. Pölten und Salzburg ist erst für den Fall einer positiven EM-Entscheidung vorgesehen, und auch in Portugals Arenen herrscht hoher Renovierungs- und Modernisierungsbedarf. Die durch Missmanagement verursachten Schulden des ungarischen Fußball-Verbandes in Höhe von 1,5 Millionen Mark, die noch im Februar zur zwischenzeitlichen Absetzung des ehemaligen Verbandspräsidenten Attila Kovacs durch Sportminister Tamas Deutsch führten, haben die Chancen des Österreich-Partners nicht gerade erhöht.

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