Amateurfußball : WFV und Hartplatzhelden verhandeln über Vergleich

Im Mai wurde der Hartplatzhelden GmbH untersagt, Videos vom Amateurfußball aus Württemberg auf ihre Internetseite zu stellen. In der Berufungsverhandlung rief der Richter nun dazu auf, im Sinne des Fußballs zu handeln.

StuttgartDer juristische Streit um die Übertragung von Amateurfußball-Spielen im Internet zwischen dem Württembergischen Fußballverband (WFV) und der Hartplatzhelden GmbH in Gießen endet möglicherweise mit einem Kompromiss. "Beide Parteien haben zugestimmt, Gespräche über einen Vergleich zu führen", sagte WFV-Sprecher Heiner Baumeister am Donnerstag nach der Berufungsverhandlung am Oberlandesgericht Stuttgart.

Richter möchte ein Handeln im Sinne des Fußballs

Der Vorsitzende Richter habe den Verband dazu aufgerufen, im Sinne des Fußballs nicht auf den alleinigen Internet-Übertragungsrechten im Amateurfußball zu beharren. Die Entscheidung werde am 19. März verkündet.

Das Landgericht Stuttgart hatte der Gießener Hartplatzhelden GmbH am 8. Mai untersagt, auf seiner Online-Plattform Amateurfußball aus Württemberg zu zeigen. Kommerzielle Anbieter dürften keine Aufnahmen solcher Spiele im Internet verbreiten. Das Gericht war damit einer Klage des WFV gefolgt. Dagegen hatte das hessische Unternehmen nun Berufung eingelegt.

Nach Angaben von Baumeister könnte im Falle eines Vergleichs das erstinstanzliche Urteil zwar bestehenbleiben, für die Hartplatzhelden jedoch eine Ausnahme geschaffen werden. Die Gießener könnten möglicherweise Sequenzen von Fußballspielen auf einer werbefinanzierten Plattform zeigen, solange sie eine noch festzulegende Länge und eine bestimmte Spielklassenebene nicht überschritten. "Der Richter hat sehr auf einen Vergleich gedrängt, weil das Risiko einer Niederlage für beide Seiten seiner Meinung nach sehr hoch ist", erklärte Baumeister. (sg/dpa)

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