American Football : Braunschweig Lions schlagen Dresden im "German Bowl"

Trotz widriger Wetterbedingungen feierten über 12000 Football-Fans sich selbst und ihre Sportart beim Finale um die deutsche Meisterschaft im American Football - und bekamen dazu noch ein packendes Endspiel zu sehen.

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Triumph im Gewitter. Die Braunschweig Lions sind Deutscher Meister im American Football.
Triumph im Gewitter. Die Braunschweig Lions sind Deutscher Meister im American Football.Foto: dpa

Immer dem Lärm nach und dann links. So lotste eine Passantin zwei Fans aus Nürnberg Richtung Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark. Die Beschreibung hätte kaum treffender sein können, es war ganz schön was los am Sonnabend rund um das Stadion im Prenzlauer Berg. Im zweiten Jahr in Folge fand dort der German Bowl, das Finale um die Deutsche Meisterschaft im American Football, statt. Eine Mannschaft aus Nürnberg war dort nicht vertreten, aber das war den zwei Anhängern nicht wichtig. Sie machten es wie all die anderen aus München, Hamburg oder Köln, die gekommen waren, um sich und ihre Sportart zu feiern.

Zusammen mit den zahlreichen Fans aus Dresden und Braunschweig bildeten sie eine stimmungsvolle Kulisse für das Endspiel zwischen den favorisierten Braunschweig Lions und den Dresdener Monarchs. „Berlin hat sich als Endspielort bewährt“, sagte Robert Huber zufrieden. Der Präsident der GFL verkündete nach dem Spiel, dass der German Bowl auch im kommenden Jahr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark stattfinden wird.

Die 12157 Zuschauer ließen sich ihre Laune auch nicht von den widrigen Bedingungen verderben. Als Entschädigung für Herbstwind und Regen bekamen sie ein ausgeglichenes und bis zum Schluss spannendes Spiel zu sehen, das Braunschweig  mit 35:34 gewann. Für Braunschweig war es der achte Meistertitel in der GFL.

Auf dem Weg ins Endspiel hatten die Dresdener im Halbfinale die Berliner Adler ausgeschaltet. Das zweite Team aus Berlin, die Rebels waren schon in der Vorrunde gescheitert. Das Finale verlief nicht weniger spannend wie im vergangenen Jahr zwischen Schwäbisch Hall und Kiel (56:53), auch wenn es dieses Mal nicht ganz so viele Punkte gab. Ständig wechselte die Führung, nur selten konnten die beiden Verteidigungsreihen die gegnerischen Angriffe stoppen. Als Dresden dem Sieg 50 Sekunden vor Schluss sehr nahe kam, verlor der beste Spieler auf dem Platz, Running Back Trevar Deed, den Ball. Der Rest war Braunschweiger Jubel im einsetzenden Gewitter.


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