American Football : Green Bay Packers überraschen in Washington

Das erste Wochenende der NFL-Play-offs hatte so einige Überraschungen parat. Quarterback Aaron Rodgers und sein Team die Green Bay Packers waren eine davon.

Malte Kurreck
Zugepackt. Aaron Rodgers, Quarterback der Green Bay Packers, hat die Lage im Griff.
Zugepackt. Aaron Rodgers, Quarterback der Green Bay Packers, hat die Lage im Griff.Foto: dpa/Reynolds

Die Green Bay Packers, die vor dem Spiel von vielen als Underdog angesehen wurden, sind in die nächste Play-off Runde der National Football-League (NFL) eingezogen. In der Nacht auf Montag gewannen sie mit 35:18 bei den Washington Redskins. Nach einem schwachen Start der Packers, der an die Leistungen der vergangenen Wochen erinnerte, kam das Team aus Green Bay im Laufe des Spiels immer besser in Fahrt. Im gesamten ersten Viertel machten die Packers nur elf Yards und lagen mit 0:5 hinten, wobei nur einige Unkonzentriertheiten der Redskins einen noch höheren Rückstand verhinderten.

Das zweite Viertel lief deutlich besser für das Team um Aaron Rodgers, den MVP der NFL - den zum besten Profi gekürtem Spieler der Liga - aus dem Jahre 2014. Eine Unaufmerksamkeit der Redskins, als sie einen Spieler zu viel auf dem Feld hatten und Rodgers deswegen ein sogenanntes "Free Play" hatte, nutze der Quarterback der Green Bay Packers aus und warf einen präzisen Pass zu Randall Cobb für sechs Punkte in die Endzone. Mit einer 17:11-Führung für die Packers ging es in die Pause. Green Bay überzeugte mit gutem Passspiel und sicheren kurzen Pässen, die unglückliche Turnovers verhinderten.

Der zuvor so hoch gelobte Quarterback Kirk Cousins von den Washington Redskins hatte mit der gut organisierten Defensive der Packers schwer zu kämpfen und beendete das Spiel mit nur einem Touchdown. Spielmacher Aaron Rodgers der in den vergangenen Wochen sehr viel kritisiert wurde, zeigte in diesem Spiel, dass er noch der Alte sein kann. "He was just Aaron, just Aaron", lobte ihn Wide Receiver James Jones. Am nächsten Wochenende sind die Green Bay Packers bei den Arizona Cardinals im NFL-Viertelfinale zu Gast.

Zuvor waren bereits die Kansas City Chiefs mit einem klarem Sieg in die nächste Runde der Play-offs eingezogen. Das Team um Quarterback Alex Smith fertigte in einem einseitigen Spiel die Houston Texans mit 30:0 ab. In einer Rekordzeit von elf Sekunden, erzielte Knile Davis einen 106 Yard Touchdown, nachdem er den Kickoff der Texans abgefangen hatte und über das gesamte Spielfeld gelaufen war. Die tragische Figur des Spiels war Brian Hoyer. Hoyer warf insgesamt vier Interceptions und verursachte einen Fumble. Auch Starverteidiger J.J. Watt blieb eher blass und musste das Spielfeld aufgrund einer Verletzung im dritten Viertel verlassen. Die Kansas City Chiefs spielen in der nächsten Runde gegen die New England Patriots mit Quarterback Tom Brady.

Das zweite Spiel des Play-off-Wild-Card-Weekend zwischen den Pittsburgh Steelers und den Cincinnati Bengals gewannen die Steelers in einem nervenauftreibenden Spiel mit 18:16. Es sah lange so aus, als ob die Steelers einen sicheren Sieg einfahren würden.15:0 lagen sie vorne, bevor sich Quarterback Ben Roethlisberger nach einem Takle von Vontaze Burfict verletzte. Es folgte eine spektakuläre Aufholjagd der Bengals, angeführt von Ersatzquarterback AJ McCarron. Kurz vor Schluss, als Pittsburghs Ersatzquarterback Landry Jones eine Interception warf und Cincinnati mit 16:15 führte, fühlten sich die Bengals schon quasi als Sieger. Doch gleich im nächsten Spielzug verloren sie den Ballbesitz wieder. Der angeschlagene Quarterback Ben Roethlisberger, kam zur Freude der Steelersfans zurück aufs Spielfeld und führte das Team noch zu einem Field Goal, das zum Sieg reichte. Der nächste Gegner der Pittsburgh Steelers sind die Denver Broncos.

Die Seattle Seahawks waren das dritte Team, das sich am Sonntagabend das Weiterkommen sicherte. Bei dem knappen 10:9 Sieg bei den Minnesota Vikings war Blair Wlash der große Verlierer des Spiels. Walsh verschoss 22 Sekunden vor Schluss ein 27-Yard Fieldgoal, und somit konnten sich die Vikings nicht die fehlenden Punkte zum Sieg sichern. Bei dem defensiv geprägten Spiel war die Offensive der Seahawks um Quarterback Russell Wilson ein wenig enttäuschend. Ein Faktor dafür könnte die eisige Kälte gewesen sein. Mit Temperaturen von minus 20 Grad und darunter war es das drittkälteste Spiel in der NFL Geschichte. Die Seattle Seahawks treffen nächste Woche auf das beste Team der Regular Season: die Carolina Panthers.

Fakt am Rande: Es haben erstmals in der NFL-Geschichte alle Auswärtsteams gewonnen.

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