Sport : America’s Cup: Alinghi stellt Eilantrag auf Revision

Hamburg - Der Streit um den America’s Cup geht weiter. Der Schweizer Cup- Verteidiger Alinghi will eine Eilentscheidung des Obersten New Yorker Berufungsgerichts erzwingen und damit offenbar eine Austragung des Exklusivduells mit Herausforderer BMW Oracle Racing noch in diesem Jahr verhindern. Ziel des von Alinghi am Montag beim Berufungsgericht eingereichten Gesuchs ist es, die bisherigen Entscheidungen des Richters Herman Cahn zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidieren.

Der Oberste New Yorker Gerichtshof hatte am 17. März BMW Oracle Recht gegeben und für den 33. America’s Cup einen Wettkampf zwischen Alinghi und den Amerikanern festgelegt. Alle anderen Herausforderer wurden von Richter Cahn von der nächsten Auflage des Rennens ausgeschlossen. Offen war zuletzt nur noch der Termin für das Duell.

Mitten hinein platzte nun Alinghis Antrag auf Eröffnung eines eiligen Berufungsverfahrens. Während BMW Oracle das Duell bereits im Oktober 2008 austragen wollte, ist das Team Alinghi nicht vor Mai 2009 dazu bereit. „Oracle ist Alinghi offenbar so weit in den Vorbereitungen voraus, dass Alinghi bei einem Duell noch in diesem Jahr chancenlos wäre“, sagte Jochen Schümann, der Sportchef des Teams Germany. Die ausgeschlossenen Teams spekulieren, dass die Berufung zu einer völligen Revision des Urteils und doch noch zu einem America’s Cup mit allen Jachten führen könnte. Diese Hoffnung teilt Schümann nicht. „Wer dran glauben mag, soll das tun. Wir bleiben lieber realistisch“, sagte Schümann. dpa

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