America's Cup : Team Germany sieglos

Die deutsche Segel-Mannschaft hat im 13. Rennen der Herausforderer-Runde zum America's Cup die 12. Niederlage erlitten. Immerhin ein Deutscher fuhr einen Sieg ein - Michael Schumacher.

Valencia - Mit Michael Schumacher ist das Rennvergnügen ins America's Cup-Revier vor Valencia zurückgekommen. Der ehemalige Formel 1-Weltmeister erlebte als Gast an Bord der neuseeländischen Yacht mit der Segelnummer NZL 92 sein erstes America's Cup-Duell und "besiegte" sogleich die französische Areva Challenge. Statt des Rennanzugs trug der Kerpener eine leuchtend rote Segeljacke, statt Pilotenhelm eine Sonnenbrille. Dem Team Germany brachte Schumacher allerdings kein Glück. Die "Germany 1" kassierte ihre bereits zwölfte Niederlage im 13. Rennen.

Im Duell mit der Luna Rossa Challenge hatten sich Skipper Jesper Bank und seine Crew schon in der Vorstartphase nach einer Wegerechtsverletzung eine Strafrunde eingefangen. Die Ziellinie kreuzte die "Germany I" mit 1:02 Minuten Rückstand auf die Italiener.

Skipper Jesper Bank hat unterdessen das deutsche Nachfolge-Projekt mit dem dreimaligen Olympiasieger Jochen Schümann im Visier. In der Diskussion um einen Wechsel des Sportdirektors der Schweizer "Alinghi" ins deutsche Team bezog der dänische Doppel-Olympiasieger klar Stellung: "Wir wünschen uns doch alle, dass Jochen Schümann kommt. Das hier war schon immer seine Kampagne. Ich war doch nur der Stellvertreter." Schümann selbst, der mit den Eidgenossen die Cupverteidigung anstrebt, will sich zu seinen Plänen nicht äußern: "Ich habe zunächst bei Alinghi eine wichtige Aufgabe zu erledigen."

Strafe für umweltschädliche Farbe

Am Rande des Regatta-Geschehens sorgte eine Entscheidung der internationalen Jury für Nachtschichten im Team Mascalzone Latino. Den Italienern wurde nachgewiesen, dass sie bei der Lackierung ihrer Yacht für die oberste Schicht eine nicht erlaubte umweltschädliche Farbe benutzt haben. Dafür bekam die Mannschaft von Vincenzo Onorato 10.000 Euro Geldstrafe aufgebrummt, musste den Lack abschleifen und neu aufbringen. Zudem machten die Italiener nach einigen Rückschlägen durch einen Steuermannswechsel auf sich aufmerksam. Das Rad übernahm der Neuseeländer Cameron Dunn vom Italiener Flavio Favini.

Nach der endlosen Serie von Flauten- und Sturmabsagen hatten die Veranstalter zumindest an Land Grund zur Freude. Die anfänglich zurückhaltenden Valencianer haben ihre Begeisterung für den America's Cup entdeckt. Für Donnerstag wird im Hafen der 1.000.000. Besucher seit dem 1. April erwartet. (Von Tatjana Pokorny, dpa)

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