Sport : Amerika vor Augen

Boxer Abraham verteidigt WM-Titel gegen Ayala

Kiel - Auf seinem Weg nach Amerika, zu viel Ruhm und noch mehr Geld, macht IBF-Weltmeister Arthur Abraham noch einmal in Deutschland Station. Der Mittelgewichtler will sich am Samstagabend (22.10 Uhr, ARD live) bei seiner freiwilligen Titelverteidigung in Kiel mit einem Sieg über Elvin Ayala (USA) endgültig für einen großen Fight jenseits des Atlantiks empfehlen. „Ich will danach in den USA boxen. Wenn das Wirklichkeit werden soll, darf ich mir keinen Ausrutscher leisten“, sagte der Berliner.

Der in 25 Kämpfen ungeschlagene Abraham hat sich wie immer an der Ostsee und in der Sportschule Kienbaum vorbereitet, hart gefordert von seinem Trainer Ulli Wegner. Der hat seinen Schützling sogar zu einer Bestleistung beim Schlagkrafttest getrieben. Der 28-Jährige schaffte in der Prüfung, bei der die Kraftwerte der einzelnen Schläge im Verhältnis zum Körpergewicht gemessen werden, einen Wert, der vor ihm noch nie erreicht wurde. „Das zeigt, welche Reserven in Arthur stecken“, lobte Wegner.

Auf solche Art vorbereitet steigt der Berliner selbstbewusst in der Ring. „Ich werde zeigen, wer der Champion ist“, lautet Abrahams Antwort auf die forschen Töne von Ayala, der sich „wie ein Löwe im Dschungel“, fühlt, „ich bin nicht zum Sightseeing nach Kiel gekommen.“

Wegner warnte denn auch vor Leichtsinn: „Wir werden Ayala auf keinen Fall unterschätzen. Das ist ein gefährlicher Mann, gegen den Arthur ständig auf der Hut sein muss.“ Dennoch denken alle schon weiter und sehen den momentan erfolgreichsten Sauerland-Boxer bereits Mitte des Jahres in den USA im Ring. Für den 7. Juni ist ein erster Auftritt im New Yorker Madison Square Garden geplant, zunächst ein Vorkampf. Ende des Jahres soll es möglicherweise den ersten Vereinigungstitelkampf geben. Wunschgegner ist WBC- und WBO-Champion Kelly Pavlik (USA). dpa

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