Sport : Amorosos großer Auftritt

H.S.

Borussia Dortmund hat das Duell um den dritten Platz gegen den 1. FC Kaiserslautern vor 67 000 Zuschauern mit 3:0 gewonnen. "Ein total verkehrtes Resultat", sagte der Pfälzer Team-Manager Andreas Brehme nach einem Spiel ohne Spitzenniveau. Die Entscheidung einer ausgeglichenen, verkrampften Partie fiel in der letzten Viertelstunde, eingeleitet durch den glücklichen Treffer von Ewerthon. "Wenn der Ball nicht von der Hüfte von West abprallt und vor die Füße von Ewerthon fällt, geht das Spiel hier 0:0 aus", behauptete FCK-Kapitän Thomas Hengen.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Die Pfälzer mussten nun das Spiel öffnen, was zu Kontern und zum großen Auftritt mit zwei weiteren Toren von Marcio Amoroso führte, den man bis dahin kaum in einer bemerkenswerten Szene gesehen hatte. Es waren die Tore Nummer acht und neun Amorosos. Der Brasilianer profitierte von der Schwerfälligkeit des eingewechselten Tomasz Klos. Von dem Polen zu Fall gebracht, verwandelte Amoroso selbst den Foulelfmeter zum 2:0 und setzte in der 90. Minute noch einen drauf. Klos konnte den Brasilianer abermals nicht stoppen.

"Mein Fehler. Da habe ich wohl für den verletzten Harry Koch falsch eingewechselt", sagte Brehme zerknirscht nach der vierten Auswärtsniederlage in Folge. Dabei hatte die Borussia erst in der Schlussviertelstunde eine ansprechende Leistung geboten. "Es schien, als wären wir gerade erst aufgelaufen", sagte BVB- Trainer Matthias Sammer. In der zweiten Halbzeit hatte bis dahin der FCK weitgehend das tempoarme, zerfahrene Spiel bestimmt. "Wenn wir Mitte der zweiten Halbzeit ein Gegentor bekommen, kippen wir das Spiel nicht mehr", erklärte Sammer. Die Pfälzer waren in der 49. Minute nahe dran an diesem Tor, als der sonst schwache Lincoln mit einem flachen Diagonalschuss Jens Lehmann zu einer tollen Parade zwang. Mit den Fingerspitzen lenkte der Dortmunder Torhüter den Ball gerade noch zur Ecke ab.

Sicherheitskonzept und Abwehrsystem der Pfälzer hatten bis zu dieser 77. Minute funktioniert. Dortmund bekam kaum Torchancen. Taribo West spielte in seinem zweiten Bundesligaspiel letzter Mann: wegen Jan Koller und der hohen Bälle auf den Koloss. Der Nigerianer beeindruckte mit seinem guten Stellungsspiel, seiner Ruhe und seiner Übersicht, spielte manchmal nur eine Spur zu lässig. Er und seine Mitspieler hatten aber gemerkt, dass Borussia Dortmund nicht viel drauf hatte. Sie übernahmen die Initiative. "Da waren wir besser", sagte Brehme. Bis zum aus Kaiserslauterner Sicht "unglücklichen Tor" zum 0:1.

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