Sport : Andeutungen über gekaufte Spieler?

-

Die Affäre Calmund beginnt genau genommen mit seinem Ausscheiden beim Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, für den er als Manager tätig war. Offiziell gab Calmund seinen Job aus Gesundheitsgründen ab, eher aber musste er wohl gehen, weil es Unklarheiten über die Verwendung von 580 000 Euro gab. Calmund gab dieses Geld eigener Aussage nach an den Bielefelder Spielervermittler Volker Graul. Der habe damit Kaufoptionen auf ausländische Spieler erworben. Die haben aber nie für Bayer gespielt. Belege für dieses Geschäft wurden bislang öffentlich nicht bekannt. Außerdem habe er, Calmund, 300 000 Euro Steuern bezahlt, die Graul dem Finanzamt geschuldet habe. Nachvollziehbare Gründe für sein Verhalten nannte Calmund nicht.

In der Saison 2002/2003, als Gerüchten zufolge angeblich das Spiel gegen 1860 München manipuliert worden sei, war Bayer in Abstiegsgefahr. Mit einem 3:0-Sieg über 1860 München sicherte sich das Team wichtige Punkte. Die Staatsanwaltschaft Köln geht jetzt dem Manipulationsverdacht nach. Sie ermittelt gegen Calmund wegen des Verdachts der Untreue. Calmund bestreitet vehement jegliche Form von Manipulation. Graul, gegen den wegen Beihilfe zur Untreue ermittelt wird, ließ durch seinen Anwalt gestern ausrichten, er wolle „zu einer raschen und vollständigen Aufklärung beitragen“. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar