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  • Andreas Thom über Dynamo und Stasi, Partys mit DDR-Prominenz und seinen Wechsel von Ost nach West

Sport : Andreas Thom über Dynamo und Stasi, Partys mit DDR-Prominenz und seinen Wechsel von Ost nach West

Kennen Sie eigentlich die Sonnenallee?

Andreas Thom (34) war 1988 Fußballer des Jahres der DDR (unteres Bild) und wechselte im November 1989 als erster DDR-Fußballer offiziell in die Bundesliga, vom Berliner FC Dynamo zu Bayer Leverkusen. Über Celtic Glasgow kam Thom 1997 zu Hertha BSC. Michael Rosentritt und Sven Goldmann sprachen mit ihm.

Kennen Sie eigentlich die Sonnenallee?

Die Straße oder den Film?

Den Film.

Der ist auf jeden Fall schöner als die Straße. Über viele Szenen kann man heute schmunzeln. Das war damals anders. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass man so weit an die Mauer ran kam. Ich habe ja nicht so nah an der Mauer gewohnt und hatte nur auf Flughäfen mit Grenzern zu tun.

Zehn Jahre nach dem Mauerfall erwacht die DDR im Kino zu neuem Leben. Denken Sie manchmal zurück an diese Zeit? Sie sind ja damals als erster DDR-Spieler offiziell in die Bundesliga gewechselt. In Leverkusen waren Sie eine Art Exot.

Ja, das war schon sehr interessant, wie die mich empfangen und beobachtet haben. Dabei hatte ich aber auch nur zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf.

Wie schnell haben Sie sich denn nach dem 9. November 1989 gesagt: Mensch, du bist im besten Fußballeralter, du könntes jetzt . . .

Sehr schnell. Ich hatte ja schon früher darüber nachgedacht, mal woanders zu spielen. Aber da war ja noch die Mauer.

Haben Sie mal an Flucht gedacht?

Gedacht schon. Aber mir war klar, welche Probleme für meine Familie entstanden wären. Das wollte ich uns ersparen.

Zumal Sie ja als einer der besten DDR-Fußballer so schlecht auch nicht gelebt haben . . .

Ich habe nie das Gegenteil behauptet. Ich habe mich nie beklagt darüber. Außerdem hatte der BFC eine gute Mannschaft zusammen. Wir haben ganz ordentlich gespielt.

Sind denn bei Auslandsreisen keine Spielervermittler auf Sie zugekommen?

Nein. Natürlich war mir klar, dass ich unter Beobachtung stand. Aber im Kopf war mir klar, dass ich nie meine Familie in Schwierigkeiten bringen wollte. Vielleicht hätte ich einen anderen Entschluss später bereut, denn ich wäre ja für mindestens ein Jahr gesperrt worden. Ich hätte trainieren können und auch gutes Geld verdient, aber ich wäre bestimmt nicht glücklich geworden.

Ihre ehemaligen Vereinskollegen Falko Götz und Dirk Schlegel sind diesen Weg gegangen.

Ja, und sie mussten dieses eine Jahr in Leverkusen ganz schön pusten. Ich weiß nicht, ob ich diese Geduld gehabt hätte. Und das an einem Ort, wo ich allein gewesen wäre, wo ich niemanden gekannt hätte.

Aber Franz Beckenbauer hat mal gesagt, Sie wären der kompletteste Fußballer, den er je gesehen hat . . .

Wäre? Ich bin es. Quatsch, komplettester Fußballer. Ich denke mal, dass ich mir in den Jahren eine ganze Menge antrainiert habe. Dazu kam das Talent. Außerdem sind wir in der DDR ganz gut trainiert worden. Vor allem in den Altersklassen von neun bis 16, 17 Jahren. Bis dahin haben wir unheimlich viel gewonnen mit den Auswahlmannschaften.

Warum haben Sie das mit dem BFC Dynamo im Europapokal nie geschafft? Da gab es mal einen 3:0-Heimsieg gegen Werder Bremen, das Rückspiel haben Sie dann 0:5 verloren. Wie ging denn das?

So ist nun mal Fußball. Da haben angeblich abenteuerliche Sachen eine Rolle gespielt. In einer Zeitung stand, dass bei uns von der anderen Seite ständig gegen die Kabinentür gehämmert wurde. Also, ich habe nichts gehört. Dabei habe ich nichts an den Ohren. Aber vielleicht war ich gerade auf Toilette.

Was hat denn Erich Mielke damals gesagt?

Sie werden lachen, aber zu dem hatten wir gar keinen Draht. Immer wenn wir Meister wurden, gab es eine Feier im Palasthotel. Da waren dann Mielke und andere dabei.

Und dann haben sie alle gefeiert?

Wenn man diplomatisch ist, kann man es so sagen. Und wir durften mitfeiern.

Nun ist ja nach der Wende nicht allzu viel Gutes über den BFC gesagt worden. Kränkt Sie das im Nachhinein?

Nein. Natürlich war Dynamo verhasst ohne Ende. Der Boss war nun mal Stasichef Mielke, und der hat sich um vieles gekümmert in diesem Verein. Genau so, wie es heute ein Präsident eines Bundesligisten macht. Unser Präsident Walter Müller kümmert sich auch um viele Dinge im Verein. Der BFC war aber dem Ministerium für Staatssicherheit zugeordnet. Das war nicht immer einfach. Bei Auswärtsspielen sind schon einige unschöne Dinge passiert, mit denen junge Spieler nicht so leicht fertig wurden.

Was waren denn das für Dinge?

Da haben Eltern ihre Kinder vorgeschickt, um uns Sprüche an den Kopf zu werfen.

Zum Beispiel?

Das will ich lieber nicht wiedergeben. Wir haben das als Motivation genommen. Wir konnten das ja doch nicht ändern und haben unser Spiel gespielt.

Und auf die Schiedsrichter gesetzt?

Blödsinn. Zehnmal hintereinander Meister zu werden, das klingt vielleicht komisch, aber da steckt auch Arbeit und Können dahinter. Natürlich gab es auch mal Entscheidungen, über die wir selbst gestaunt haben.

Hat Ihnen diese Missgunst von anderen Seiten nicht den Spaß am Spiel verdorben?

Natürlich habe ich über diese Verbindung vom BFC und der Stasi nachgedacht. Als ich nach Leverkusen ging, wurde ja von einer Zeitung spekuliert, welche Dynamo-Spieler als IM tätig waren.

Und?

Ich habe mich damals hingesetzt und nachgedacht: Habe ich irgend etwas gemacht, irgend etwas unterschrieben? Ich wusste, dass ich nichts gemacht habe. Im Gegenteil, ich bin ja selber beobachtet worden. Das wusste ich natürlich auch.

Haben Sie sich mal Ihre Akte angeschaut?

Nein. Aber sie interessiert mich schon.

Es steht geschrieben, Sie hätten mit politischen Äußerungen für Irritation gesorgt?

Daran kann ich mich nicht erinnern. Ich weiß nur noch, wie ich mit ein paar anderen Spielern aus der Partei ausgetreten bin.

Und da gab es keinen Stress?

Stress gab es immer. Wir sind ausgetreten mit allem Drum und Dran. Aber das ging in dieser Zeit ja vielen DDR-Bürgern so.

Warum sind Sie eigentlich nicht früher bei Hertha BSC gelandet? Hat Sie denn damals keiner angesprochen?

Nein. Da sind zwar einige Sachen durch die Presse gegangen, aber da war nichts dran. Dabei wäre ich gern in Berlin geblieben.

Glauben Sie eigentlich, dass Sie in Ihrer Karriere alles herausgeholt haben? Es gab in den letzten 20 Jahren wenig Spieler Ihrer Klasse. Trotzdem sind Sie in der Nationalmannschaft schon lange kein Thema mehr.

Da gab es mal ein Länderspiel, da hatte ich was am Knöchel und habe trotzdem gespielt. Das hätte ich nicht machen sollen. Viele hatten damals gefordert, dass ich mal mit Ulf Kirsten zusammenspielen solle. Das Spiel ist dann völlig in die Hose gegangen. Danach ging nichts mehr.

Sie haben 51 Länderspiele für die DDR bestritten, zehn für die Bundesrepublik. Jürgen Klinsmann hat sehr viel mehr.

Ich würde mal sagen, Klinsmann hat aus seinen Möglichkeiten das Optimale gemacht.

Irgendwer hat Sie mal als ostdeutschen Klinsmann bezeichnet . . .

Das muss ja wohl nicht sein. Übersichtsseite zum 10. Jahrestag des Mauerfalls

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