Sport : Andreas Weckers Einsatz ist fraglich - der Daumen schmerzt

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Der Daumen tut immer noch weh. Vor vier Wochen hat ihn sich Deutschlands Vorzeige-Turner Andreas Wecker bei einer Barrenübung ausgekugelt, ein Knochenstück ist abgesplittert. "Im Training habe ich einen Schalter im Kopf, den ich umlege, dann spüre ich nichts", sagt Wecker - am nächsten Tag sind die Schmerzen um so stärker. Bei den Deutschen Meisterschaften in Albstadt konnte Wecker nicht antreten - das Fragezeichen hinter seiner Teilnahme an den in zehn Tagen beginnenden Kunstturn-Europameisterschaften in Bremen bleibt. Die Entscheidung wird morgen abend fallen, nach einem Leistungstest vor deutschen EM-Kampfrichtern.

Noch fehlt Wecker die alte Sicherheit, "wenn man so lange ausgesetzt hat, ist es schwer wieder heranzukommen. Das ist anders als beim Fußball." Cheftrainer Rainer Hanschke beziffert Weckers Chancen mit "fünfzig-fünfzig. Am Barren ist keiner fähig, so hohe Werte zu turnen, er würde uns schon fehlen". Allerdings wolle man auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Sydney kein Risiko eingehen. Wecker ist nicht der einzige Verletzte im deutschen Team: Sergej Charkow fällt mit einem Achillessehnenriss aus. Für die EM nominiert sind bislang Sergej Pfeifer (Hannover), Sven Kwiatkowski (Chemnitz) und Dimitri Nonin (SC Berlin). Der vierte Startplatz ist noch für Wecker reserviert. Ein Kandidat für den fünften Platz ist Daniel Farago vom SC Berlin, während sein Teamkollege Jan-Peter Nikiferow kaum mehr Chancen hat.

Die fünf EM-Teilnehmer bestreiten die Generalprobe am Sonnabend in Berlin beim Länderkampf gegen Griechenland und die Schweiz. Wecker ist optimistisch, dass seine Kollegen sich dort und bei der EM auch ohne ihn gut schlagen würden: "Die junge Truppe ist sehr gut drauf und soll sich der Herausforderung stellen."

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