Sport : Andy Roddick scheitert in der ersten Runde der US-Open

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New York Andy Roddick war deprimiert, als er den Centre Court in Flushing Meadows verließ. „So schlecht habe ich mich selten in meinem Leben gefühlt“, sagte der Amerikaner am späten Dienstagabend. Schuld am Unbehagen des Tennisprofis war sein erster und letzter Auftritt bei den US Open 2005. Gegen den Luxemburger Gilles Muller musste Roddick gleich dreimal einen Tiebreak spielen – und verlor ihn dreimal: Der Amerikaner, der als einer der härtesten Konkurrenten für Titelverteidiger Roger Federer galt, ist bei den US Open ausgeschieden. An seinem 23. Geburtstag unterlag der Turniersieger von 2003 dem Linkshänder Muller mit 6:7 (4:7), 6:7 (8:10), 6:7 (1:7).

Die vielen Fans von Roddick auf den vollbesetzten Tribünen im riesigen Tennisstadion von Flushing Meadows waren vergleichsweise ruhig. Grund zu großen Beifallsstürmen hatten sie auch selten, schließlich war Muller in den entscheidenden Momenten stets einen Schritt schneller und vor allem schlaggewaltiger als sein Gegner: Der 22 Jahre alte Luxemburger schlug 22 Asse. „Ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe“, sagte er. „Ich habe mir vorgenommen, Spaß zu haben. Und das ist mir gelungen.“ Roddick hatte hingegen überhaupt keinen Spaß. „Vor dem Spiel war ich sehr optimistisch, dieses Jahr das Turnier zu gewinnen“, sagte er. „Jetzt bin ich geschockt. Ich fühlte mich besser als letztes Jahr. Und dann passiert so etwas!“

Derweil gab es ein erfreuliches Ergebnis aus deutscher Sicht. Nicolas Kiefer aus Hannover setzte sich gegen Jiri Vanek mit 6:4, 6:2, 6:3 durch und trifft nun auf Radek Stepanek. Lars Burgsmüller unterlag Taylor Dent 3:6, 6:3, 1:6, 4:6.

Zu einem deutschen Duell kommt es zudem in der zweiten Runde der US Open: Rainer Schüttler, der in der ersten Runde den Italiener Potito Starace in vier Sätzen bezwang, spielt heute gegen Thomas Haas. Mit 4:1-Siegen führt Schüttler im direkten Vergleich mit Haas. Trotzdem sagt Schüttler: „Tommy ist haushoher Favorit, er steht in der Rangliste 65 Plätze höher.“ dpa

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