Sport : Angeklagt und verurteilt Unions Profi Björn Joppe muss vier Spiele aussetzen

Karsten Doneck

Der 1. FC Union hatte schriftlich seine Sicht des Vorfalls geschildert. In einem zweiten Schreiben bezog auch noch der betroffene Spieler Stellung. Damit schien die Angelegenheit für den Fußball-Zweitligisten fast aus der Welt. Bis gestern Post vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eintraf. Der Tabellenletzte erfuhr, dass Mittelfeldspieler Björn Joppe wegen krass sportwidrigen Verhaltens mit sofortiger Wirkung für vier Meisterschaftsspiele gesperrt ist.

Der Tatvorwurf: Vor zwölf Tagen soll Joppe bei Unions Zweitligaspiel in Unterhaching (1:1) in letzter Minute gegen Goran Sukalo eine Tätlichkeit begangen haben. Schiedsrichter Kammerer (Karlsruhe) hatte die Szene gar nicht gesehen. Die Bilder im Deutschen Sportfernsehen (DSF) gaben auch mehr schlecht als recht darüber Auskunft, was da wirklich passiert war. Dem DFB lagen aber noch Videoaufnahmen vor, die ausreichten, um ein Ermittlungsverfahren einzuleiten und Joppe, nachdem auch noch Sukalo als Zeuge ausgesagt hatte, zu verurteilen. Der 1. FC Union kann gegen das Urteil noch Einspruch einlegen. „Das hätte aber wenig Aussicht auf Erfolg“, gibt Unions Sprecher Lars Töffling zu.

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