Sport : Angst vor dem Nichts

Der 1. FC Kaiserslautern verliert auch in Stuttgart mit 0:2 und weiß nicht mehr weiter

Oliver Trust

Stuttgart. Die Gesichter waren versteinert, in den Augen der Spieler des 1. FC Kaiserslautern lag ohnmächtige Ausdruckslosigkeit. Nach 13 Minuten war vor 34 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion alles vorbei. Der VfB Stuttgart hatte eine knappe Viertelstunde aufgedreht. Cacau stach in der 8. Minute nach einem Eckball von Horst Heldt den katastrophalen Lauterer Abwehrspieler Hervé Lembi aus. 1:0 per Kopf. Fünf Minuten später wieder Ecke Heldt, Zvonimir Soldo fand sich allein gelassen im Fünfmeterraum wieder. 2:0 per Kopf, der Endstand.

Der 1. FC Kaiserslautern, der sich nun mit Null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz wiederfindet, war mit den beiden Gegentreffern noch gut bedient. Gleich dreimal stand Kevin Kuranyi (16./28./29.) frei vor FCK-Torwart Tim Wiese und vergab. Lauterns Trainer Erik Gerets sagte nach dem Spiel: „Für uns hat der Abstiegskampf begonnen.“

Und er gab erste Hinweise darauf, dass es für ihn nun ungemütlich werden könnte. „Das ist jetzt allein mein Verantwortungsbereich.“ Mit ruhiger Stimme kündigte er an, er werde viele seiner Spieler härter anfassen. Eine einzige Chance hatten sie im gesamten Spiel. Klose vergab sie in der 42. Minute, was bedeutete, dass der VfB Stuttgart weiterhin das einzige Bundesliga-Team ohne Gegentor bleibt.

In Schwaben dagegen scheint alles wieder in Ordnung. Nach seinen Angriffen gegen die Vereinsführung aus der Woche konnte Trainer Felix Magath verkünden, dass der Verein seinen Profis die geforderte Prämienregelung bis zum Saisonende anbieten wird.

Sein ratloser Kollege Erik Gerets präsentierte noch den nächsten Neuzugang, der die Pfälzer vor dem Absturz bewahren soll. Luzien Mettomo ist 26 Jahre alt, kostete 500 000 Pfund, kommt von Manchester City und ist laut Gerets „einer der besten Verteidiger, die es derzeit auf der Welt gibt“.

Keinen Geringeren haben sie derzeit in der Pfalz auch nötig. Sonst wird Erik Gerets bald weg sein vom Fenster.

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