Sport : Anna-Lena Grönefeld verliert das Tennisfinale in Peking

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Peking Anna-Lena Grönefeld hat die Chance nicht nutzen können, eine mehr als dreijährige Negativserie des deutschen Damen-Tennis zu beenden. Die 20-Jährige aus Nordhorn verlor am Sonntag in Peking das Endspiel des mit 585 000 Dollar dotierten Hartplatz-Turniers mit 3:6, 4:6 gegen die 18 Jahre junge Russin Maria Kirilenko. Für die deutsche Nummer 30 der Weltrangliste war es die zweite Final-Niederlage im Einzel, nachdem sie im Januar in Pattaya (Thailand) gegen die Spanierin Conchita Martinez verloren hatte.

Seit Martina Müllers Turniersieg 2002 in Budapest hat keine deutsche Tennisspielerin auf der WTA-Tour einen Einzeltitel erringen können. Dabei hatte sich Anna-Lena Grönefeld nach ihrem 7:5, 6:3-Erfolg am Samstag im Halbfinale über die Polin Marta Domachowska voller Optimismus gezeigt. Doch erwies sich Maria Kirilenko, die in der Weltrangliste Platz 45 einnimmt, als zu stark. Zwar konnte Anna-Lena Grönefeld im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand auf 4:5 verkürzen. Doch ließ sich die junge Russin ihren ersten WTA-Erfolg, der mit 93 000 Dollar honoriert wurde, nicht mehr entreißen.

Im bisherigen Turnierverlauf hatte Grönefeld Glück gehabt und Können bewiesen. Durch die verletzungsbedingte Absage der Amerikanerin Lindsay Davenport konnte sie als Nummer neun in die Setzliste aufrücken und erhielt dadurch ein Freilos für die erste Runde. Gegen Ai Sugiyama (Japan), Shuai Peng (China) und Domachowska gab sie auf dem Weg ins Endspiel keinen Satz ab. Hätte Maria Scharapowa im Halbfinale wegen einer Verletzung des Brustmuskels gegen Maria Kirilenko beim Stande von 4:6, 1:2 nicht aufgeben müssen, wäre die topgesetzte Russin wohl die Gegnerin von Anna-Lena Grönefeld gewesen. dpa

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