Sport : Antar trifft drei Mal zum Einstand Freiburg – Bochum 4:2

Christoph Kieslich

Freiburg. Es waren noch keine 180 Sekunden verstrichen, als Roda Antar nach Vorarbeit von Wilfried Sanou zum 1:0 für den SC Freiburg traf. Nach 24 Minuten waren bereits fünf Tore gefallen, die 24 500 Zuschauer im Dreisamstadion sahen ein spektakuläres Bundesligaspiel, das die Breisgauer gegen den VfL Bochum mit 4:2 (3:2) gewannen. Der Mann des Tages war Roda Antar, der bei seinem Bundesligadebüt im Trikot des Sport-Klubs drei Treffer erzielte.

Der Einsatz des 23-jährigen Antar stand stellvertretend für die personellen Umstellungen, zu denen SC-Trainer Volker Finke gezwungen war. In Coulibaly, Tschkitischwili und Bajramovic fiel fast das komplette Mittelfeld aus. Das zweite Tor von Antar nur acht Minuten nach der Führung bereiteten erneut Sanou und Kondé vor.

Nur zwei Minuten später verkürzten die Bochumer durch Vahid Hashemian. Nach dem dritten Freiburger Treffer durch den in der ersten Halbzeit hinreissend spielenden Wilfried Sanou – diesmal feierte der kleine Stürmer aus Burkina Faso sein Tor mit einem perfekten dreifachen Flickflack – verstrich wieder nur eine Minute, bis Peter Madsen zum 2:3-Anschlussreffer für Bochum traf.

Entscheidend für den Erfolg der heimstarken Freiburger – 19 ihrer 21 Punkte holten sie im Dreisamstadion – war, dass die Innenverteidigung nach dem Wechsel sicherer stand. Den entscheidenden Konter leitete in der 79. Minute Alexander Iaschwili ein. Antar erzielte nach einer tollen Vorlage von Ellery Cairo seinen dritten Treffer zum entscheidenden 4:2. „Die drei Punkte sind wichtiger als meine drei Tore“, sagte Antar, der 2001 als erster Libanese in der Bundesliga beim Hamburger SV debütiert hatte.

Nach 23 Spielen und zwei Toren warf ihn im Februar ein Mittelfußbruch zurück, im Sommer verpflichteten die Freiburger den 37fachen Nationalspieler trotz nicht auskurierter Verletzung. Jetzt herrscht große Genugtuung darüber, dass sich die Geduld gelohnt hat: „Antar ist ein Bringer“, frohlockte Finke nach einer Premiere, die in Freiburg ohne Vergleich ist.

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