Anti-Doping : Scharping fordert schärfere Gesetze

Vor dem Hintergrund des aktuellen Dopingskandals bei der Tour de France fordert der Bund Deutscher Radfahrer eine Verschärfung der Sanktionen in Deutschland.

Berlin - Die momentan Gesetzeslage sei dem Problem nicht gewachsen, beklagte BDR-Präsident Rudolf Scharping am Mittwoch im Inforadio des RBB. In Deutschland könne der Staat gegen Doping nicht so hart vorgehen wie in anderen europäischen Ländern. Daher werde sein Verband gemeinsam mit den Rad-Teams einen Aktionsplan erarbeiten.

«Ich glaube schon, dass man einen sehr wirksamen Katalog zustande bringt», hob der ehemalige Verteidigungsminister hervor. Ziel des BDR sei es, «das was der Sport tun kann, auf einen gemeinsamen Nenner zu stellen und die Maßnahmen im Zweifelsfall auch noch weiter zu verschärfen.»

Mit Blick auf die Dopingaffäre um den spanischen Arzt Eufemio Fuentes, der Fahrer wie Jan Ullrich und Ivan Basso mit illegalen Substanzen versorgt haben soll, betonte Scharping: «Zum Beispiel müssen wir reden über den Kontakt zu dubiosen oder zweifelhaften Medizinern, die schon mal in der Dopingszene eine Rolle gespielt haben». Zudem verwies er auf «andere Maßnahmen, dass man zum Beispiel Fahrer nicht mehr starten lässt, wenn es eine positive Probe gegeben hat». (tso/ddp)

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