Sport : Argentinien unter Schock

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Das Volk steht unter Schock, der Trainer ist sprachlos, die Kultfigur reist als Glücksbringer nach Japan: Beim selbst ernannten Top-Favoriten Argentinien ist nach der Niederlage gegen England die heile Welt aus den Fugen geraten. „Kein Argentinier kann sich zurzeit wohl fühlen. Mit diesem Ergebnis sind große Erwartungen zusammengebrochen“, sagte Verbandschef Julio Grondona. Staatspräsident Eduardo Duhalde sprach nach der ersten Niederlage Argentiniens seit knapp zwei Jahren von einem bestürzenden Resultat. Zugleich forderte er die verärgerte Bevölkerung auf, sich mit Kritik an der Mannschaft zurückzuhalten.

Beim letzten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Schweden wird Diego Maradona als Maskottchen auf der Tribüne sitzen. Nachdem er trotz seiner Drogenvergangenheit per Sondergenehmigung ein Einreisevisum erhalten hat, wird der frühere Weltstar heute in Japan erwartet. „Schade, dass er nicht mitspielen kann“, sagte Stürmer Gabriel Batistuta. Für solche Späße ist Marcelo Bielsa derzeit nicht zu haben. Der Trainer schweigt und lässt stattdessen Taten sprechen. Spielmacher Juan Veron, der gegen England enttäuschte und nach der ersten Halbzeit ausgewechselt wurde, musste am Sonntag mit den Reservisten trainieren und wird sich wohl auch gegen Schweden auf der Bank wiederfinden. dpa

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