Arjen Robben : Weltstar am falschen Platz

Mathias Klappenbach über Bayerns Top-Transfer Arjen Robben

Mathias Klappenbach

Der FC Bayern München bekommt in Arjen Robben einen der besten Offensivspieler Europas. Robben ist ein Weltstar – das war Franck Ribéry, als er in die Bundesliga kam, ebenso wenig wie Diego. Dieser für die Bundesliga sensationelle Transfer löste aber nur mittelgroßen Jubel beim Bayern-Anhang aus. Zu offensichtlich ist der Bedarf nach Verstärkung in der Defensive.

In ihre Offensive haben die Münchner mit Ivica Olic, Mario Gomez und nun Robben noch mehr investiert als vor zwei Jahren, als sie auf den vierten Platz in der Liga mit der Verpflichtung von Miroslav Klose, Luca Toni und Franck Ribéry reagierten. Von wesentlichen Verstärkungen in der Abwehr kann in dieser Zeit nicht die Rede sein, sondern vom Gegenteil. Auch deshalb stellt sich die Frage, ob die Bayern nach dem Fehlstart in die Saison so nervös sind, dass sie zu einer Art „Die Galaktischen light“ werden und die Fehler von Real Madrid wiederholen.

Natürlich muss man einen Spieler mit der Klasse Robbens nehmen, wenn man ihn kriegen kann. Mit dem Außenstürmer kommt Trainer Louis van Gaal dem Fußball, den er spielen lassen will, einen großen Schritt näher. So viele Tore, wie die Münchner Defensive derzeit zulässt, können Ribéry und Robben aber gar nicht schießen oder vorbereiten. Es besteht Bedarf in der Innenverteidigung, einen Außenverteidiger brauchen die Münchner auch noch und die Torwartposition ist suboptimal besetzt. Am Montag schließt die Transferliste. Vermelden die Bayern bis dahin nichts mehr, darf man sich unabhängig von Robben auf ein Jahr große Unterhaltung freuen.

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