Armin Veh : "Ich nenne das Manager"

VfL-Coach Veh spricvht im Interview mit dem Tagesspiegel über seinen neuen Chef Dieter Hoeneß.

Veh
Armin Veh -Foto: ddp

Herr Veh, wie entspannt gehen Sie nach den vielen Gegentoren in der Bundesliga, dem Aus in der Champions League und der Verpflichtung von Manager Dieter Hoeneß mit Wolfsburg in die Rückrunde?



Die Weihnachtspause hat mir sehr gut getan. Aber meine Stimmung ist auch nicht vom Alltagsgeschäft abhängig. Ich lasse nicht alles an mich heran.

Aber mit Dieter Hoeneß kommt in Wolfsburg ein neuer Machtfaktor hinzu. Er ist offiziell Ihr Vorgesetzter.

Ich habe intern immer schon gesagt, dass wir jemanden holen müssen, der für nachhaltige Strukturen sorgt. Ich kann mich als Trainer, Sportdirektor und Geschäftsführer darum nicht auch noch kümmern und alle Gespräche führen. Ich bin nicht nach Wolfsburg gegangen, um alles alleine zu machen. Da verlierst du als Trainer zu viel Zeit und Kraft. Ich kann doch nicht dauernd von der Mannschaft weg.

Haben Sie denn schon täglich Kontakt mit Dieter Hoeneß – also auch jetzt während des Trainingslagers in Südafrika?

Klar, wir sprechen täglich miteinander. Aber ich weiß doch, was jetzt kommt: Machtverlust für Veh und so. Wenn wir in der Tabelle Zweiter oder Dritter wären, käme es doch viel positiver rüber, wenn ein Mann wie Dieter Hoeneß verpflichtet wird. Die Konstellation mit einem wie ihm, der viel Erfahrung hat und dem nicht jeder etwas vormachen kann, wird bei uns für eine gute Zusammenarbeit sorgen.

Aber die Frage nach Ihrer künftigen Zusammenarbeit mit ihm kommt doch ständig auf, obwohl er erst am 15. Januar offiziell in Wolfsburg antritt. Nervt Sie der Name Dieter Hoeneß schon?

Erst hatte ich dieses Felix-Magath-Ding. Jetzt kommt das Hoeneß-Thema. Ich kann damit gut umgehen. Es steht noch nicht fest, wie genau das alles zwischen uns abläuft. Ich persönlich jedenfalls stelle mir das so vor, wie ein Trainer und normaler Manager zusammen arbeiten. Ich nenne das Manager.

Herr Hoeneß wird aber Vorsitzender der Geschäftsführung.

Nennen Sie das, wie Sie wollen. Vielleicht ist das sogar der richtige Titel. Die Zusammenarbeit muss unter dem Strich Sinn machen. Und zwar so, dass ich die Arbeit mit der Mannschaft mache und er die ganze Arbeit außen macht.

Das Gespräch führte Christian Otto.

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