Sport : Armina Bielefeld trennt sich von Manager Saftig

Bielefeld - Die sportliche Krise bei Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld hat zu einer weiteren personellen Konsequenz geführt. Knapp drei Monate nach Trainer Ernst Middendorp muss auch Manager Reinhard Saftig gehen, und zwar sofort. „Das Präsidium hat sich in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entschlossen, die nächste Spielzeit mit einer neuen sportlichen Leitung zu planen“, teilte der Verein mit. Ein Nachfolger für Saftig, dessen Vertrag erst im November bis 2010 verlängert worden war, steht nicht fest.

Reinhard Saftig, seit Juni 2005 Sport-Geschäftsführer, zeigte sich verwundert vom Schritt der Verantwortlichen: „Ich bin schon überrascht, das ging schon sehr schnell. Ich hatte es nicht erwartet.“ Seine Amtszeit endete abrupt, aber nicht unerwartet. Die Bielefelder Fans hatten am Wochenende bei der 0:2-Niederlage gegen MSV Duisburg massiv gegen Saftig demonstriert .

„Ich gebe keine Garantien. Mit dieser Wortwahl muss man immer vorsichtig sein“, hatte Saftig noch im Anschluss an die Niederlage gegen Duisburg auf die Zukunft des aktuellen Trainers Michael Frontzeck und seine eigene Perspektive bei der Arminia reagiert. Er bezeichnete sich selbst als „Buhmann“ und übernahm für die Einstellung Frontzecks zum 1. Januar die Verantwortung: „Ich habe den Trainer verpflichtet, und ich stehe dazu.“

Doch seit dem Amtsantritt Frontzecks hat Bielefeld alle fünf Pflichtspiele verloren und steht als Tabellenfünfzehnter nur noch einen Punkt vor den Abstiegsplätzen. Vereinspräsident Hans-Hermann Schwick, der gestern ebenso wie Saftig und Finanzgeschäftsführer Roland Kentsch nicht für eine weitere Stellungnahme zu erreichen war, hatte schon am Samstag eingeräumt, dass die Probleme enorm seien: „Es ist unruhig.“

Während der fast dreijährigen Amtszeit Saftigs bei der Arminia waren vor Frontzeck die Trainer Frank Geideck, Thomas von Heesen, Ernst Middendorp und interimsweise Detlev Dammeier für die Profimannschaft verantwortlich. dpa

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