Arne Friedrich : "Wir waren nach vorne einfach zu schwach"

Nachgefragt beim Mannschaftskapitän: Herr Friedrich, wie fällt Ihr Urteil nach dem 0:0 Ihrer Mannschaft gegen Bochum aus?

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Foto: ddpddp

Herr Friedrich, wie fällt Ihr Urteil nach dem 0:0 Ihrer Mannschaft gegen Bochum aus? Es ist Herthas zweites torloses Unentschieden im Olympiastadion hintereinander.

Das Spiel war eine absolute Enttäuschung. In der ersten Hälfte haben wir ja überhaupt keine Chance gehabt. Gerade das, was wir im ersten Abschnitt gezeigt haben, war eines Abstiegskampfes nicht würdig. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, sondern nur nebenher gelaufen.

Woran lag es denn?

Ich kann es gar nicht sagen. In der zweiten Halbzeit haben wir unser System auf ein 4-4-2 umgestellt. Danach lief es etwas besser, wir konnten mehr Druck auf das gegnerische Tor erzeugen, aber insgesamt waren wir heute nach vorne einfach zu schwach.

Hertha BSC hat aus den ersten drei Spielen der Rückrunde fünf Punkte geholt. Das ist weniger als geplant.

Wir dürfen uns jetzt nicht aus der Ruhe bringen lassen. Aber wir erzählen alle immer, dass wir Dreier brauchen, nur die würden uns weiterhelfen. Und dann passiert das. Es ist mir ein Rätsel, warum wir das nicht schaffen.

War es das schon mit der Aufholjagd der Hertha?

Nein, mit Sicherheit noch nicht. Wir können den Spruch überall in der Stadt lesen, wir müssen daran glauben. Aber deswegen bin ich ja so verärgert: Weil es heute einfach zu wenig war.

Aufgezeichnet von Michael Rosentritt.

Arne Friedrich, 30, spielt seit 2002 für Hertha BSC. Seit 2004 ist er Kapitän des Berliner Bundesligisten. Sein Vertrag gilt bis 2012.

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