Arsenal : Lehmann, ganz allein

Englische Medien spekulieren derzeit eifrig über einen Rauswurf von Jens Lehmann bei Arsenal, wo der Nationalkeeper mittlerweile offenbar nicht einmal mehr zur zweiten Garnitur gehört. Trainer Wenger lässt sich indes auch nicht von den jüngsten Verbalattacken Lehmanns aus der Ruhe bringen.

Lehmann
Auf der Abschussliste? Jens Lehmann. -Foto: dpa

LondonAuf die verbalen Angriffe von Keeper Jens Lehmann hat Teammanager Arsene Wenger vom englischen Spitzenreiter FC Arsenal gelassen reagiert. "Es gibt keine Absicht, jemanden zu demütigen. So empfindet er die Dinge vielleicht. Aber meine Absicht ist das auf keinen Fall. Wir haben uns darüber bereits unterhalten. Deswegen kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, wie es dazu kam", sagte der Franzose nach dem 7:0-Kantersieg der "Gunners" in der Champions League gegen den tschechischen Tabellenführer Slavia Prag.

Wenger, der am vergangenen Montag seinen 58. Geburtstag feierte, hatte den 37-jährigen Deutschen im vergangenen Punktspiel Arsenals gegen die Bolton Wanderers (2:0) sogar aus dem Kader gestrichen und den polnischen Nachwuchsmann Lukasz Fabianski (22) als Ersatz für den derzeitigen Stammkeeper Manuel Almunia nominiert.

Anfang vom Ende bei Arsenal?

Daraufhin drohte der deutsche Nationaltorhüter in einem Interview mit Premiere in Richtung Wenger: "Ich denke, man sollte Spieler nicht zu lange demütigen. Ich bin Arsenal-Spieler und werde mich hier nicht so sang- und klanglos verabschieden. Es kann sein, dass ich mich irgendwann einmal danach fühle, dass ich zu dieser ganzen Thematik etwas sagen muss. Aber momentan nehme ich das alles als Teil der Demütigung hin."

Von den englischen Tageszeitungen wurde dieser Ausbruch als Anfang vom Ende für Lehmann beim FC Arsenal interpretiert. "Jens Lehmann hat sein Todesurteil bei Arsenal unterschrieben, als er Arsene Wenger mit Krieg gedroht hat", kommentierte die Boulevard-Zeitung "Sun". Auf die Frage eines Reporters, ob Lehmann überhaupt noch eine Zukunft beim 13-maligen englischen Meister habe, antwortete Wenger: "Natürlich!" (mit sid)

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