Sport : Artur und die neuen Kollegen

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Für Artur Wichniarek war es ein besonderes Spiel. Neun Monate steht der polnische Stürmer noch beim Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld unter Vertrag, dann wechselt er nach Berlin. Wichniarek hat bei Hertha BSC bereits einen Vierjahresvertrag unterschrieben – ab Juli 2003.

Am Samstagnachmittag traf Wichniarek nun mit Bielefeld auf die neuen Kollegen aus Berlin. Angenehm war der Nachmittag nicht. Bielefeld verlor 0:1, und Wichniarek hatte mit Herthas Manndecker Marko Rehmer so seine Probleme. „Mit hohen Bällen kannst du gegen den nichts anfangen“, sagte Wichniarek später. Der 25-Jährige war frustriert. Arminia habe „doch gar nicht so schlecht gespielt“. Zwei Elfmeter hätte Schiedsrichter Hermann Albrecht für Arminia pfeifen müssen. Doch der sah die Situationen im Berliner Strafraum anders.

Nach dem Abpfiff musste Wichniarek den neuen Kollegen zum Sieg gratulieren. Ein normaler Nachmittag war es für ihn jedenfalls nicht. Plötzlich spielte er gegen Profis, die er seit einigen Wochen sehr genau im Fernsehen beobachtet. Über Hertha will Wichniarek gar nicht so viel sagen, denn jetzt, da interessiere nur Arminia. „Ich habe während des Spiels nicht an den Wechsel gedacht. Für mich zählt hier nur der Klassenerhalt.“ Wichniarek spielt seit drei Jahren in Bielefeld, im Sommer ist er mit dem Klub in die Bundesliga aufgestiegen. Arminia hat er einiges zu verdanken, auch wenn Wichniarek am Aufstieg großen Anteil hatte: In den vergangenen beiden Jahren erzielte er in der Zweiten Liga für Arminia 38 Tore.

In der Bundesliga hat Wichniarek zwei Tore erzielt. Nach dem Spiel gegen Hertha sagte er: „Ich hätte ein Tor geschossen, wenn ich die Chance dazu gehabt hätte.“ Dass ihm das nicht gelungen ist, wird ihm Manager Dieter Hoeneß nicht allzu übel genommen haben. André Görke

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