AS Monaco : Falcao-Wechsel perfekt

Der Wechsel des europaweit begehrten Stürmers Radamel Falcao vom spanischen Pokalsieger Atlético Madrid zum französischen Erstliga-Aufsteiger AS Monaco ist perfekt.

Die Monegassen teilten am Freitag auf ihrer Internetseite mit, dass sie Einigkeit mit Atlético erzielt hätten. Falcao soll in Monaco einen Fünf-Jahres-Vertrag erhalten. Zuvor hatte Falcao ins einem letzten Spiel mit Atletico Madrid im Pokalfinale den Erzrivale Real Madrid mit 2:1 nach Verlängerung bezwungen.

„Wir sind froh, dass Radamel Falcao die Herausforderung mit Monaco für die Zukunft annimmt. Es ist eine Ehre, einen der besten Spieler der Welt in unserem Team zu haben“, sagte der milliardenschwere Klubboss Dmitri Ribolowlew. Falcao war im Sommer 2011 vom FC Porto in die spanische Hauptstadt gewechselt. In zwei Spielzeiten erzielte der Mann aus der Stadt Santa Marta 70 Treffer für Atlético.

Der Kolumbianer habe einen Fünfjahresvertrag unterschrieben, teilte der französische Erstliga-Aufsteiger mit. 60 Millionen Euro soll Monaco laut Medien für den 27-Jährigen nach Madrid überweisen. Das ist ein Rekord für die Ligue 1.„Es ist eine Ehre, einen der besten Spieler der Welt in unserem Team zu haben“, sagte Ribolowlew. Falcao freute sich via Twitter auf die „neue Herausforderung“. Ganz aus dem Häuschen war Trainer Claudio Ranieri. „Als die Funktionäre mir gesagt haben, dass sie Falcao holen wollten, habe ich gesagt: Das ist ein Topspieler, schnell, mit Teamgeist und vor allem ein Supertorjäger. Und dazu wird seine Präsenz andere gute Profis hierher locken“, sagte der Italiener.

Dabei ist Falcao zwar der prominenteste, nicht aber der erste Hochkaräter, der vom siebenfachen französischen Meister in den knapp drei Wochen seit dem Aufstieg angeheuert wurden. Die Monegassen hatten sich zuvor bereits für insgesamt 70 Millionen Euro die Dienste des Kolumbianers Rodriguez (21) und des Portugiesen Moutinho (26) vom FC Porto gesichert. Abwehr-Routinier Carvalho (35) von Real Madrid zieht ablösefrei an die Côte d'Azur.

In Verbindung mit Monaco werden dazu unter anderem auch Carlos Tévez (Manchester City) und Barcelona-Torwart Víctor Valdés gebracht. Aber auch die französischen Nationalspieler Jérémy Ménéz und Mamadou Sakho (beide PSG) sowie Mapou Yanga-Mbiwa und Mathieu Debuchy (beide Newcastle) sowie der vereinslose Ex-Barcelona-Profi Eric Abidal.

Nachdem er den FC Porto 2011 fast im Alleingang zum Europa-League-Titel geschossen und dabei mit 17 Treffern einen 15 Jahre alten Tor-Rekord von Jürgen Klinsmann gebrochen hatte, war Falcao vor zwei Jahren nach Madrid gewechselt. In zwei Spielzeiten erzielte der tiefreligiöse Mann, der als Kind eigentlich Baseball-Spieler werden wollte und vom Papa nach dem früheren brasilianischen Nationalspieler Falcao getauft wurde, 70 Treffer für Atlético. Sein bisheriger Trainer Diego Simeone versichert: „Nach oben hat er keine Grenzen. Er kann viel besser werden. Er ist ein toller Mensch, superehrgeizig.“

Die nächste Saison der Ligue 1 verspricht ein „Neureichen-Duell“ zwischen der Association Sportive und Meister Paris Saint-Germain, das seit 2011 von Ölscheichs aus Katar geführt wird und prompt den ersten Ligatitel seit 1994 holte. Und auch ein Duell zwischen Falcao und Torschützenkönig Zlatan Ibrahimovic winkt. Aber die wenigsten in Frankreich freuen sich drauf. Im Gegenteil: In der „Grande Nation“ werden die Steuervorteile des
Fürstentums angeprangert. Einige Rivalen um den sechsfachen Meister Girondins Bordeaux drohen sogar mit Boykott.

Eine Verordnung der Profiliga (LFP), wonach AS entweder den Sitz nach Frankreich verlegen oder aber zur Kompensation der Steuervorteile eine Sonderzahlung von 200 Millionen Euro leisten muss, wies Ribolowlew energisch zurück. Er werde notfalls gerichtlich dagegen vorgehen, so der Russe. Mit einem geschätzten Vermögen von 9,5 Milliarden Dollar, mit dem er Platz 119 in der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt belegt, hat er die nötigen Mittel. (dpa)

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