Asien Cup : Irak gewinnt - Tote bei Freudenfeiern

Der Irak hat durch einen Finalsieg gegen Saudi-Arabien zum ersten Mal den Asien Cup gewonnen. Während die Mannschaft ihren Sieg in Indonesien bejubelte, starben bei Freudenfeiern im Irak mindestens sieben Menschen.

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Der Irak war das Überraschungsteam des Turniers. -Foto: dpa

Jakarta/IndonesienDie Fußball-Nationalmannschaft Iraks hat zum ersten Mal den Asien Cup gewonnen, die Freude wird aber durch mehrere Todesfälle überschattet. Jubelnde Fußballfans im Irak feierten den Sieg mit Freudenschüssen. Dabei wurden durch Querschläger mindestens sieben Menschen getötet und mehr als 50 verletzt, wie die Polizei in Bagdad und Kut mitteilte.

Bereits die Feiern nach dem Viertelfinal-Sieg hatten Todesopfer gefordert. Mehrere Menschen fielen Freudenschüssen zum Opfer, die von automatischen Waffen abgefeuert worden waren.

Irakischer Nationalcoach tritt zurück

Unabhängig von den Ereignissen im Irak quittierte der Trainer der irakischen Nationalmannschaft, Jorvan Vieira, seinen Dienst unmittelbar nach dem Final-Sieg im indonesischen Jakarta gegen Saudi-Arabien. Irak, das Überraschungsteam des Turniers, setzte sich im Endspiel mit 1:0 (0:0) gegen den dreimaligen Sieger Saudi-Arabien durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Younis Mahmoud in der 72. Minute. Damit sicherte sich der Irak neben dem kontinentalen Titel die Qualifikation für den Confederations Cup 2009 in Südafrika.

Kurz nach dem Erfolg verkündete der irakische Nationalcoach Vieira seinen Rücktritt. "Ja, ich gehe", teilte der 54 Jahre alte Brasilianer mit. Er wolle "nach Hause und dann an den Strand". Erst im Mai hatte der ehemalige Profi seinen Posten angetreten und in der Nationalelf Sunniten, Schiiten und Kurden vereint.

Auch südkoreanischer Nationaltrainer legt Amt nieder

Einen Tag nach dem "kleinen Finale" war auch der südkoreanische Nationaltrainer Pim Verbeek zurückgetreten. Sein Team hatte das Spiel um Platz drei gegen Titelverteidiger Japan gewonnen. Der WM-Dritte von 2002 entschied am Samstag im indonesischen Palembang das Elfmeterschießen mit 6:5 für sich. In der regulären Spielzeit und der Verlängerung hatten beide Mannschaften keine Tore erzielt. Im Halbfinale war Südkorea im Elfmeterschießen am späteren Sieger Irak gescheitert.

Gestern erklärte Verbeek dann seinen Rücktritt. Er habe den Koreanischen Fußball-Verband gebeten, seinen Vertrag vorzeitig aufzulösen, zitierte der koreanische Rundfunksender KBS den 51 Jahre alten Niederländer im indonesischen Palambang. Verbeek hatte nach dem Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland die Nachfolge seines Landsmannes Dick Advocaat als Chefcoach bei den Ostasiaten angetreten. Der Niederländer sollte die Südkoreaner eigentlich bis nach den Olympischen Spielen 2008 in Peking betreuen. (mit dpa/sid)

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