Sport : Athen und die Folgen

Der DLV trennt sich von sechs Trainern

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Darmstadt Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat sich von sechs hauptamtlichen Bundestrainern getrennt. Statt bisher 29 beschäftigt der Verband künftig nur noch 25 Vollzeitkräfte. Sechs erhielten zum Jahreswechsel keinen neuen Vertrag, unter ihnen Lauftrainer Lothar Hirsch und Zehnkampftrainer und Claus Marek, vier gingen in den Ruhestand.

Diese Personalentscheidungen sind eine Folge des schlechten Abschneidens bei den Olympischen Spielen in Athen. Der DLV muss daher mit deutlich weniger Fördermitteln auskommen: In diesem Jahr stehen ihm 3,4 Millionen zur Verfügung, 600 000 Euro weniger als bisher. „Ich bin davon überzeugt, dass uns die personellen Veränderungen auf dem Weg nach Peking 2008 entscheidend voranbringen“, sagte Generalsekretär und Sportdirektor Frank Hensel am Freitag.

Der DLV stellte auch sechs neue Vollzeitkräfte ein, darunter Jürgen Mallow als leitenden Bundestrainer sowie Dietmar Chouinard für den Nachwuchs, Uwe Mäde für die Landesverbände, Thomas Kremer für den Sprint der Frauen, Jörn Elberding für den Stabhochsprung der Männer und Michael Deyhle für den Hammerwurf der Frauen und Männer.

Zu den 19 hauptamtlichen Disziplintrainern kommen noch etwa 30 Honorarkräfte. Insgesamt stehen dem DLV nach Hensels Angaben 317 000 Euro weniger für den Trainerbereich zur Verfügung als bisher. „Der Verband hat mir ein neues Angebot gemacht, aber wir konnten uns inhaltlich nicht einigen“, sagte Lothar Hirsch, der nach 31 Jahren seine Arbeit beim DLV unfreiwillig beendete. Gleichzeitig gestand der 61-Jährige für seine Trainergeneration ein: „Irgendwo sind wir ein bisschen abgenutzt. Das spürt man schon.“ Der bisherige Zehnkampftrainer Claus Marek kämpfte seit der Hochphase von Frank Busemann um den internationalen Anschluss. Er ist künftig nicht mehr beim DLV angestellt, hat aber als Manager des Zehnkampfteams eine ähnliche Aufgabe gefunden. Dabei will ihn der DLV unterstützen. dpa

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