Sport : Atletico Madrids Präsident hofft auf einen Ruck in der Elf

Jesus Gil y Gil ist wieder zurück. Spaniens exzentrischer Fußball-Präsident hat von einem spanischen Gericht sein Amt an der Spitze von Atletico Madrid erneut zugesprochen bekommen. In sportlichen Belangen wird Gil in Zukunft wieder das Sagen haben, doch wirtschaftlich wird der Verein weiterhin von den Ende Dezember gerichtlich eingesetzten Geschäftführern Luis Manuel Rubi und Miguel Juani geleitet. "Ich bin Jesus, nicht Jesus Christus, aber ich bin zurück, um den Verein vor einer Tragödie zu retten", sagte Gil.

Der Politiker zeigte seine Freude über die Entscheidung. "Es ist ein sehr bewegender Augenblick für mich nach diesen harten vier Monaten. Ich möchte mich bei allen "Atleticos" bedanken, die an uns geglaubt haben, die zu uns gehalten haben und uns respektiert haben." Der Bürgermeister von Marbella war wegen Steuerhinterziehung in der Höhe von 106,6 Millionen Mark im Dezember vergangenes Jahres per Gerichtsbeschluss von seinem Posten enthoben worden. In der spanischen Primera Division liegt Atletico Madrid sechs Spieltage vor Meisterschaftsende auf dem 19. und vorletzten Tabellenplatz. Der 1903 gegründete Verein erlebt die schwärzeste Saison seiner Geschichte. Laut Geschäftführer Rubi steht der Ex-Meister nicht nur sportlich am Abgrund, sondern aufgrund von rund 150 Millionen Mark Schulden auch vor dem wirtschaftlichen Konkurs. Im März musste sogar das Stadion Vicente-Calderon mit einer Hypothek belegt werden, um die 9,7 Millionen Mark Steuerschulden zu bezahlen. Gil hofft, dass mit seiner Rückkehr ein Ruck durch die Mannschaft geht. "Es ist wichtig, dass sie sehen, dass der Klub eine sichtbare Führung hat, ein Verantwortlicher mit Herz, der für die Spieler da ist. Ich weiß, dass die Spieler nun wieder alles geben, voll kämpfen, für mich und den Verein. Wir sind in einer prekären Situation, am Ende der Tabelle. Das einzige Ziel ist, den Klub zu retten."

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