• ATP-Masters Montréal: Sieg für Haas, Niederlage für Kiefer - Zufrieden sind beide

ATP-Masters Montréal : Sieg für Haas, Niederlage für Kiefer - Zufrieden sind beide

Thommy Haas feierte im Auftaktmatch in Montréal gegen den Argentinier Augustin Calleri seinen 400. Sieg. Für Nicolas Kiefer ist das Turnier hingegen schon zu Ende. Der Hannoveraner verlor gegen den Weltranglisten-Vierten, Novak Djokovic.

Heiko Oldörp[dpa]
Thomas Haas
"400 Spiele gewonnen zu haben, bedeutet mir einiges": Thomas Haas nach seinem Auftaktsieg in Montréal. -Foto: dpa

Montréal/BostonDer eine übersprang seine Auftakthürde, der andere strauchelte in Runde zwei. Und doch war in Montréal neben Thomas Haas auch Nicolas Kiefer zufrieden, der nach der 3:6, 3:6-Niederlage gegen den Serben Novak Djokovic aus dem Tennisturnier der Masters-Serie ausgeschieden war. Haas durfte sich nach seinem 6:3, 7:6 (8:6)-Sieg gegen den Argentinier Augustin Calleri sogar doppelt freuen. Der Erfolg gegen die Nummer 41 der Weltrangliste war ein ganz besonderer. "400 Spiele gewonnen zu haben, bedeutet mir einiges, auch wenn ich mir vorher gar nicht so viele Gedanken drüber gemacht habe", erklärte der Weltranglisten-Zwölfte.

Nach einem flotten Start bekam der Hamburger deutlich mehr Mühe, ließ zunächst beim Stand von 2:2 drei Breakbälle ungenutzt und musste bei 5:6-Rückstand sogar einen Satzball abwehren. Auch im Tiebreak tat er sich schwer und ließ zunächst eine 5:1-Führung ungenutzt. "Calleri war ein sehr schwerer Gegner. Er hat mit Vor- und Rückhand sehr viel Druck gemacht und gut aufgeschlagen. Letztlich waren nur wenige Punkte ausschlaggebend", sagte Haas, der in der zweiten Runde auf den Amerikaner Michael Russell trifft, den er bereits in der vergangenen Woche in Achtelfinale von Washington mit 6:3, 6:4 bezwungen hatte.

"Ich war froh, dass ich die Wildcard in Washington bekommen habe und so ein paar Matches spielen konnte", sagte Haas. "Zum Glück hält der Bauchmuskel. Mein Ziel ist, bei den US Open mein bestes Tennis zu spielen. Um das zu erreichen, brauche ich noch viel Praxis. Außerdem muss ich mich erstmal wieder in die Turniere reinarbeiten", sagte der Daviscupspieler, der in Montréal sein zweites Turnier nach der im Juli in Wimbledon zugezogenen Bauchmuskel-Zerrung spielt.

Kiefer: "Letztlich fehlen nur Kleinigkeiten"

Matchpraxis zu bekommen, ist auch das Ziel von Nicolas Kiefer. "Ich versuche in den nächsten ein, zwei Wochen noch etwas am Feinschliff zu arbeiten, körperlich bin ich auf jeden Fall topfit, da schlägt mich keiner. Aber spielerisch brauche ich noch Praxis, deshalb trete ich hier und nächste Woche in Cincinnati auch im Doppel an. So kann ich viel am Return und am Serve und Volley arbeiten", meinte der Hannoveraner, der trotz seiner Niederlage gegen Djokovic, die Nummer vier der Weltrangliste, viel Positives sah.

"Die Art und Weise der Niederlage ist für mich nicht enttäuschend. Ich habe heute sehr aggressiv gespielt, bin viel Risiko gegangen, das ist eigentlich auch mein Spiel. Nur so kann ich mich weiterentwickeln Richtung US Open. Und das ist mein Ziel." Der 30-Jährige hatte gegen den in der Weltrangliste momentan um 250 Plätze besser notierten Djokovic, der in diesem Jahr bei den French Open und in Wimbledon jeweils im Halbfinale stand, nie eine echte Siegchance.

Kiefers Turnierfazit fiel nach dem nur 84 Minuten dauernden Match trotzdem positiv aus. "Ich habe zuletzt nicht so viel gespielt und dennoch hier Dimitri Tursunow geschlagen, der ja gerade das Turnier in Indianapolis gewonnen hat. Letztlich fehlen nur Kleinigkeiten. Ich muss weiter arbeiten und zuversichtlich bleiben. Dafür braucht man zwar Geduld, aber die habe ich im Gegensatz zu früher. Das Turnier hier war auf jeden Fall ein Fortschritt."

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