ATP-Tour : Roddick in Queens nicht zu schlagen

Andy Roddick hat die Generalprobe für Wimbledon in Queens gewonnen. Bereits im Viertelfinale gescheitert ist dagegen French-Open-Sieger Nadal, der sich nun etwas Ruhe gönnen will.

Roddick
Größer als der vom Wimbledon: Andy Roddick mit Pokal. -Foto: AFP

Nach einem kurzen Gastspiel auf Rasen hat sich French-Open-Seriensieger Rafael Nadal bis Wimbledon aus dem Turnierstress verabschiedet. "Ich werde meinen Schläger ein paar Tage in die Ecke stellen, Freunde treffen und ansonsten nichts tun. Vielleicht ein bisschen Golf spielen oder so", sagte der nach harten Sand-Wochen ausgelaugte Mallorquiner nach seinem Scheitern im Viertelfinale des Rasen-Tennis-Turniers im Londoner Queen's Club. Die Wimbledon-Generalprobe gewann der US-Amerikaner Andy Roddick unterdessen mit einem 4:6, 7:6 (9:7), 7:6 (7:2) gegen den französischen Nadal-Bezwinger Nicolas Mahut zum vierten Mal.

Zuvor waren gleich zwei Partien an einem Tag bei dem verregneten Wimbledon-Vorbereitungsturnier selbst für den Muskel bepackten Modellathleten Nadal zu viel gewesen. Zunächst hatte der Weltranglisten-Zweite fünf Tage nach seinem dritten Triumph in Roland Garros und gut eine Woche vor dem Start in Wimbledon die "Hängepartie" gegen den Weißrussen Max Mirnyi mit 7:6 (7:3), 6:3 für sich entschieden. Doch nur wenige Stunden später zeigte sich am Freitagabend, dass auch der 21-Jährige mit seinen Kräften haushalten muss. In der Runde der letzten Acht schied er mit 5:7, 6:7 (0:7) gegen den Franzosen Mahut aus, nachdem er den ersten Satz mit einem Aufschlagverlust im letzten Spiel und den Tiebreak zu null verloren hatte.

"Nicolas war einfach besser"

"Ich habe alles versucht, wollte mein Bestes geben und hatte mir eine gute Taktik zurecht gelegt. Aber Nicolas war heute einfach besser und hat den Sieg vollauf verdient", sagte Nadal. Trotz der Niederlage überwog bei ihm die Freude darüber, zumindest zwei Runden gewonnen zu haben. "Ich bin happy, wie ich gespielt habe. Es ist nicht einfach, zwei Matches an einem Tag absolvieren zu müssen. Aber deshalb ist es kein schlechtes Turnier gewesen. Ganz im Gegenteil: Es war eine prima Vorbereitung auf Wimbledon."

In gut einer Woche beginnt das bedeutendste Rasen-Turnier der Welt in London (25. Juni bis 08. Juli). Im Vorjahr stand Nadal im Finale - und war gegen "Rasen-Titan" Roger Federer ebenso chancenlos wie der Schweizer vor einer Woche auf der roten Asche von Roland Garros gegen den "Sand-König". "Der Wechsel von einem Belag auf den anderen ist nicht so einfach", meinte Nadal. "Es bleibt einem kaum Zeit, sich umzustellen; alles geht rasend schnell."

Auf Mallorca will er nun Kraft tanken für den Angriff auf Branchen-Primus Federer, der auf dem "Heiligen Rasen" die letzten vier Mal triumphiert hat. Wie der Eidgenosse legt er in der Woche vor dem dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres eine Pause ein. "Ich habe alles versucht und bin trotzdem ausgeschieden. Sei's drum: Jetzt fahre ich nach Hause und denke ein paar Tage nicht an Tennis", meinte Nadal. "Ich brauche vor Wimbledon ein bisschen Ruhe."

0 Kommentare

Neuester Kommentar