Sport : ATP-Turnier in Memphis: Haas braucht keinen Trainer

Auch ohne festen Trainer bleibt der deutsche Daviscupspieler Thomas Haas auf Erfolgskurs. Im Viertelfinale des ATP-Turniers in Memphis/Tennessee benötigte der Münchner lediglich 68 Minuten, um den US-Amerikaner Jan-Michael Gambill mit 6:4 und 6:2 zu besiegen. Dagegen war für den Hannoveraner Nicolas Kiefer bei der Konkurrenz in Rotterdam im Viertelfinale Endstation. Gegen den Rumänen Andrei Pavel, gegen den er zuletzt auch im Daviscup-Einzel in Braunschweig verloren hatte, war Kiefer beim 4:6 und 4:6 ohne Chance. Haas trifft im Halbfinale nun auf Mark Philippoussis. Der an Nummer zwei gesetzte Australier gewann gegen Dimitri Tursunow mit 6:3 und 6:2. Der russische Teenager bestritt in Memphis allerdings sein erstes ATP-Turnier überhaupt.

Nach seiner Niederlage gegen den an Nummer drei gesetzten Haas meinte Gambill völlig frustriert: "Ich könnte bei keinem Turnier der Welt ohne meinen Trainer sein, aber Tommy scheint damit überhaupt kein Problem zu haben. Vielleicht braucht der gar keinen Coach." 1999 hatte Thomas Haas in Memphis den ersten ATP-Titel seiner Karriere gewonnen. Im zweiten Halbfinale stehen sich der kanadische Doppelspezialist Sebastien Lareau und der Italiener Davide Sanguinetti gegenüber. Lareau gewann gegen den Australier Jason Stoltenberg mit 7:6 (8:6), 6:4 und hofft auf den ersten Einzeltitel in zehn Jahren ATP-Tour. Im Doppel hatte sich der Kanadier bereits 17 Titel gesichert.

Kiefer hatte im Achtelfinale von Rotterdam für eine Überraschung gesorgt, als er den russischen Olympiasieger Jewgeni Kafelnikow mit 6:4 und 6:2 bezwang und sich damit für die Zweitrunden-Niederlage bei den Australian Open revanchierte. Offenbar ließ der Hannoveraner in diesem Spiel zuviel Kraft, die ihm gegen Pavel im Viertelfinale dann fehlte. Der Rumäne trifft im Halbfinale auf den jungen Schweizer Roger Federer.

Keine Probleme mit der Favoritenstellung hatte hingegen der topgesetzte Gustavo Kuerten in Buenos Aires. Im Viertelfinale besiegte der Brasilianer seinen argentinischen Kontrahenten Guillermo Canas mit 0:6, 6:1 und 6:2 und trifft im Halbfinale nun auf den Spanier Fernando Vincente. Sollte Kuerten ins Finale einziehen, könnte er Marat Safin aus Russland auf Rang eins der ATP-Championships-Race ablösen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben