Sport : Auch B-Probe von Schleck positiv

Brive-la-Gaillarde - Die B-Probe hat den Dopingbefund bei Fränk Schleck bestätigt – doch der Radprofi beteuert weiter seine Unschuld. „Für mich ändert sich nichts: Ich weiß, dass ich nichts falsch gemacht habe“, sagte der Luxemburger am Freitag. Schleck war bei einem Test am 14. Juli das Diuretikum Xipamid nachgewiesen worden, das zur Verschleierung von Dopingmitteln verwendet werden kann. Das Team RadioShack nahm ihn am vergangenen Dienstag aus der Tour de France.

Schon am Abend nach Bekanntwerden des Befundes hatte Schleck angekündigt, Klage gegen Unbekannt wegen Vergiftung einzureichen. „Entweder es wurde mir von jemandem untergejubelt oder es passierte durch eine zufällige Kontamination“, teilte er mit. Wegen der Dissonanzen mit dem eigenen Team, dessen Leitung ihn und seinen Bruder Andy in den vergangenen Monaten öfter kritisierten, scheint ein Weggang der Schlecks von RadioShack sehr wahrscheinlich.

Schleck war der erste Radprofi, der während der 99. Tour positiv getestet worden war. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Allerdings stehen Diuretika nicht auf der Dopingliste, weswegen schon der Russe Alexander Kolobnew im Vorjahr zunächst mit einer geringen Geldstrafe davonkam und danach sogar freigesprochen wurde.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben