Sport : Auch der gedopte Winokurow will zurückkehren

Berlin - Der Radsport wird die langen Schatten seiner jüngeren Doping-Vergangenheit nicht los. Nach Lance Armstrong und Floyd Landis hat auch der mit Fremdblut gedopte Alexander Winokurow sein Comeback angekündigt. Gleichzeitig zittern einige aktive Profis vor den bevorstehenden Enthüllungen der Französischen Anti-Doping-Agentur AFLD. Laut der Zeitung „L’Equipe“ sollen an diesem Montag die ersten drei Namen der Fahrer bekanntgegeben werden, deren Blut während der Tour de France mit einem neuen Verfahren speziell auf das Epo-Präparat Cera untersucht worden war. Ein AFLD-Sprecher hatte erklärt, dass die Veröffentlichung noch einige Tage dauern könne, weil erst Fahrer und nationale Doping-Agenturen informiert werden müssten.

Im seit Jahren im Doping-Zwielicht stehenden kasachischen Rennstall Astana stehen im Spanier Alberto Contador, Armstrong und Winokurow nun möglicherweise bald drei Kapitäns-Kandidaten bereit. Denn Winokurow sieht seine Zukunft im Astana-Team, das ihn im Vorjahr nach seinem positiven Doping-Test suspendiert und sich von der Tour zurückgezogen hatte. „Er darf erst zurückkehren, wenn er seine Zweijahressperre akzeptiert“, protestierte der Präsident des Weltverbandes UCI, Pat McQuaid. Der kasachische Verband hatte Winokurow nur für ein Jahr aus dem Verkehr gezogen, obwohl die Regeln zwei Jahre vorsehen. Da Winokurow Anfang Dezember 2007 seinen Rücktritt erklärt hatte, verzichtete die UCI auf einen Einspruch. Nun kündigte der Weltverband den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas an, um gegen Winokurow eine Zweijahressperre zu erwirken. dpa

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