Sport : Auch in Australien war Bayerns 1:2 gegen Manchester zu sehen

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Je länger ich darüber nachdenke, umso unwirklicher kommt mir das alles vor. Wie ein Traum, von dem noch ein paar undeutliche Erinnerungen im Kopf schwirren. Doch es muss etwas stimmen, schließlich findet sich im Reisetagebuch von Petra S. der knappe Hinweis: "B. hatte um sieben Uhr morgens drei Bier intus." Aber der Reihe nach. Als erstes fällt mir ein dunkler Pub ein, in dem viele englischsprachige Menschen die Live-Übertragung des Champions-League-Finales verfolgen. Die Stimmung ist gedrückt, was vielleicht mit der Uhrzeit zusammenhängt. Wer ist schon morgens um fünf Uhr gut drauf? Vielleicht aber liegt es auch daran, dass Manchester United gegen Bayern München 0:1 hinten liegt. Der junge Wirt hebt die Stimmung, indem er eine Verlosung ankündigt. Eine schöne Verlosung, jeder gewinnt: eine Baseballmütze, die später verloren gehen soll, und ein Feuerzeug, das nicht funktioniert. Aber egal, es ist gemütlich, ich habe schon zwei Bier getrunken und habe Lust auf ein nächstes. Nur so kann ich mir erklären, dass ich in der Schlussminute sage: "Ein Tor für Manchester wäre jetzt nicht schlecht." Das würde Verlängerung bedeuten und mehr Zeit zum Biertrinken. Zack, da liegt der Ball schon im Tor, zack, schon wieder. Die Zuschauer jubeln, das Licht geht an, der Wirt schickt alle nach Hause. So hatte ich das nicht gemeint. Es ist sieben Uhr morgens in Byron Bay, dem östlichsten Punkt Australiens. Ich habe drei Bier getrunken und gehe ins Bett. Es könnte ein Traum gewesen sein.

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