Sport : Auch mit dem Trainer verliert Alba 90:92-Niederlage in Ulm nach hoher Führung

Detlef Groninger

Ulm - Diesmal konnte nicht der fehlende Trainer schuld sein. Bei der deutlichen Niederlage von Alba Berlin in Leverkusen vor einer Woche war die Mannschaft verunsichert gewesen, weil der gesperrte Luka Pavicevic die Halle nicht betreten durfte. Gestern bei ratiopharm Ulm coachte der Trainer den Basketball-Bundesligisten wie gewohnt – doch Alba verlor nach hoher Führung in einer dramatischen Schlussphase 90:92 (42:38). „Wir haben uns von der Hektik in der zweiten Halbzeit anstecken lassen. Die wichtigen Rebounds hat Ulm bekommen und wir waren bei den Eins-gegen-Eins-Situationen auf verlorenem Posten“, sagte Teammanager Henning Harnisch.

Dabei hatten die Berliner stark begonnen. Dijon Thompson, mit 22 Punkten Topscorer, und seine Mitspieler führten nach zehn Minuten 24:10. Doch dann verlor Alba immer mehr die Kontrolle. „Wir haben den Gegner selbst aufgebaut“, sagte Harnisch. Trainer Pavicevic, der wegen lautstarker Kritik an den Unparteiischen ein technisches Foul bekam, schimpfte: „Wir haben es nicht geschafft, unser Spiel so zu beenden wie wir begonnen haben. Uns hat die Konstanz gefehlt.“

Der Ruf nach einem neuen Spielmacher als Ersatz für den verletzten Goran Jeretin wird immer lauter. Denn egal ob Bobby Brown oder Julius Jenkins – das Duo hatte in der entscheidenden Spielphase keine zündenden Ideen. Jenkins leistete sich den mitentscheidenden Fehlwurf von der Dreierlinie. 50 Sekunden vor Schluss hatte Konrad Wysocki mit einem Dreier Ulm 85:82 in Führung gebracht. Nach Jenkins’ Fehlwurf und der erneuten Balleroberung durch Wysocki landeten die Finger des Berliners im Auge des Gegners. Nach dem verwandelten Freiwurf hatten die Gastgeber vier Punkte Vorsprung. Fragen nach einer Neuverpflichtung wehrt Pavicevic ab. „Wir können uns über einen neuen Spieler unterhalten, wenn er da ist. Jetzt zählt nur die jetzige Mannschaft“, sagte er genervt. Detlef Groninger

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