Sport : Auch singen hilft nichts

Lleyton Hewitt erlitt eine unerwartete Niederlage, doch Patrick Rafter war topfit und bewahrte Australiens Daviscup-Team vor einer Auftaktpleite gegen Frankreich: Mit 147 Netzangriffen kaufte der Franzose Nicolas Escude dem neuen Weltranglisten-Ersten Hewitt den Schneid ab und verdarb den Australiern am Freitag mit seinem Sieg die erhoffte 2:0-Führung.

Online-Gaming Spiel, Satz und Sieg: Der Pong-Klon von meinberlin.de Vor 15 439 Zuschauern in der Rod-Laver-Arena von Melbourne musste sich die jüngste Nummer eins der Tennis-Welt nach 3:24 Stunden am Ende mit 6:4, 3:6, 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben. Rafter rettete durch ein 6:3, 7:6 (8:6), 7:5 gegen Sebastien Grosjean das 1:1. Das Doppel Todd Woodbridge / Wayne Arthurs sollte die Gastgeber in der Nacht zum Samstag gegen Cedric Pioline / Fabrice Santoro in Führung bringen, damit der Daviscup zum 28. Male von den tennisverrückten Australiern gewonnen wird.

"Ich hatte auf ein 2:0 gehofft, aber jetzt bin ich auf jeden Fall glücklicher als noch vor zwei Stunden", meinte Australiens Team-Kapitän John Fitzgerald nach dem Ausgleich durch Rafter erleichtert. Der Patzer von Hewitt war wettgemacht. Allerdings hat der 20-Jährige zum zweiten Mal in diesem Jahr gegen Escude verloren. Auf dem Rasen von Wimbledon stoppte ihn der in Genf lebende Franzose im Achtelfinale schon einmal. "Ich habe die gleiche Taktik wie in Wimbledon angewandt: angreifen, angreifen, angreifen", sagte Escude. Er ist im Champions Race, der Weltrangliste, zurzeit nur an Nummer 27 notiert.

Zunächst schien das Auftaktmatch zur Einbahnstraße für Hewitt zu werden. Doch schon nach dem ersten Satz war das Match offen wie das Hallendach bei knapp 20 Grad Celsius. Hewitt konnte seine zahlreichen Chancen nicht nutzen. Insgesamt nur drei von 18 möglichen Breakpunkten buchte der Australier, Escude jedoch vier von acht. "Der Schlüssel war, dass ich meine Möglichkeiten nicht genutzt habe", gab Hewitt zu, dem selbst eine ungewöhnliche patriotische Hilfsaktion nicht half. Nach dem verlorenen vierten Satz und vor Escudes Service zum Matchgewinn erhoben sich die australischen Fans von ihren Sitzen und sangen die Nationalhymne. "Das Publikum war perfekt", gab sogar Escude zu.

In der Publikumsgunst bleibt Patrick Rafter ganz klar Australiens Nummer eins. Bei jedem Punkt erhielt der 28-Jährige, der seit Monaten durch eine Sehnenentzündung in der Schulter gehandicapt ist, Szenenapplaus. Und der zweimalige Wimbledon-Finalist fühlte sich auf dem Rasen sichtlich wohler als Lleyton Hewitt. "Ich bin froh, dass ich mal wieder etwas für das Team beitragen konnte", sagte der Weltranglisten-Siebente.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben