Sport : Auch Stuttgart und der HSV im Uefa-Cup erfolgreich

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Rennes/Sofia Eine rundum positive Bilanz für die deutschen Klubs: Nicht nur Hertha BSC gelang gestern am ersten Spieltag der Gruppenphase des Uefa-Cups ein Auswärtssieg ohne Gegentor, sondern auch dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV. Der HSV gewann in der Gruppe A bei ZSKA Sofia 1:0 (0:0). Stuttgart kam in der Gruppe G zu einem glücklichen 2:0 (0:0) bei Stade Rennes.

Durch einen Fernschuss des Niederländers Rafael van der Vaart nach knapp einer Stunde besiegte der HSV die Bulgaren und löste gegen den Bezwinger von Bayer Leverkusen souverän die erste Aufgabe auf dem Weg in die K.o.-Runde. Der gesperrte Trainer Thomas Doll verfolgte das Spiel aus einer Reporterkabine im Stadion von Sofia. Auf der Bank saß sein Assistent Ralf Zumdick. „Ich war relativ ruhig“, sagte Doll nach dem Spiel. „Ich glaube das nicht“, erwiderte Zumdick. „Der Thomas kann dabei gar nicht ruhig bleiben.“ Doll lobte den früheren Torwart des VfL Bochum nach seinem vorübergehenden Einsatz als Cheftrainer: „Ralf hat alles richtig gemacht.“

Nächster Gegner des HSV ist am 3. November Viking Stavanger. Den Norwegern gelang ein Favoritensturz. Sie schlugen den Champions-League-Finalisten von 2004, AS Monaco, mit 1:0.

Mit dem Erfolg beim Tabellen-13. der französischen Liga gelang Stuttgart ein erster Schritt aus der sportlichen Krise. Späte Tore durch Jon Dahl Tomasson und Danijel Ljuboja per Foulelfmeter lassen den umstrittenen Trainer Giovanni Trapattoni etwas ruhiger in die kommenden Spiele gehen. „Heute sind meine Spieler wie erwachsene Männer aufgetreten“, sagte Trapattoni. „Wir haben in den letzten Tagen viel miteinander geredet. Nun hoffe ich, dass wir die nötige Kontinuität in unsere Leistung bringen.“

Auch Thomas Hitzlsperger, diesmal im zentralen Mittelfeld eingesetzt, war mit dem Spiel zufrieden: „Das ist das, was wir uns erhofft haben, und war eine gute Reaktion auf das Spiel gegen Gladbach.“ Christian Tiffert wollte sogar ein „wunderschönes Spiel“ erlebt haben.

In Rennes ließ der Tabellen-Neunte der Fußball-Bundesliga allerdings vor allem in der Offensive viele Wünsche offen und hatte Glück, dass Utaka neun Minuten vor Schluss die große Chance zum Führungstor für die Franzosen kläglich vergab.

In seinem nächsten Uefa-Cup-Spiel trifft der VfB am 3. November im Gottlieb-Daimler-Stadion auf Schachtjor Donezk. Die Ukrainer gewannen zum Auftakt 1:0 gegen Paok Saloniki. dpa

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