Sport : Auch Teenager schießen Tore

Claus Vetter

Was haben sie sich nicht amüsiert bei der Konkurrenz in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), als die Berliner Eisbären in die Saison starteten. Viele gestandene Profis hatten den Klub verlassen, und der Deutsche Meister vermeldete nicht einen prominenten Zugang. Dafür stolperte eine oft überforderte verjüngte Mannschaft mehr schlecht als recht durch die ersten Wochen der neuen Spielzeit. Eine Teenagertruppe, die, wenn sie sich nicht noch verstärken würde, mit dem Titel nichts zu tun haben würde, war breitflächig die Meinung in der Liga – im September, vielleicht auch noch im Oktober. Im Dezember allerdings staunt die Konkurrenz über die Berliner, die sich mit sieben Siegen in Folge bis auf Tabellenplatz zwei vorgespielt haben.

Natürlich, die Berliner haben sich noch verstärkt – mit dem jungen tschechischen Torwart Tomas Pöpperle und dem jungen kanadischen Stürmer Patrick Jarrett. Zwei unerfahrene Spieler, die bei der Konkurrenz keinen Vertrag bekommen hätten. Das Management der Eisbären hatte wieder einmal einen Blick für Talente und nicht zuletzt daher steht die erste Mannschaft der Berliner auf einem soliden Fundament. Die Eisbären leisten sich ein Reserveteam in der dritten Liga, haben daher einen breiteren Kader als die Konkurrenz und reden nie vom Verletzungspech, weil sie immer vier Sturmreihen aufbieten können. Und natürlich: Auch Teenager schießen bei den Eisbären nun Tore. Inzwischen lacht daher keiner mehr in der DEL über die Berliner. Sie sind zu einem Favoriten auf den Titel herangewachsen. Ganz im Sinne des Wortes.

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