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Auch Wolfsburg im Halbfinale : Der 1. FC Kaiserslautern schmeißt Leverkusen aus dem DFB-Pokal

Nach Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg steht auch der 1. FC Kaiserslautern im Halbfinale des DFB-Pokals. Ein später Treffer in der Verlängerung brachte dem Zweitligisten gegen den Bundesliga-Zweiten Bayer Leverkusen den Sieg.

Kaiserslauterns Ruben Jenssen (2. vr) jubelt nach seinem Tor zum 0:1.
Kaiserslauterns Ruben Jenssen (2. vr) jubelt nach seinem Tor zum 0:1.Foto: dpa

Der 1. FC Kaiserslautern hat im Viertelfinale des DFB-Pokals Bayer Leverkusen aus dem Wettbewerb geworfen. Der Fußball-Zweitligist zog durch ein 1:0 (0:0) nach Verlängerung erstmals seit 2003 wieder in das Halbfinale ein. Ruben Jenssen erzielte am Mittwoch in der 114. Minute den hochverdienten Siegtreffer. Im Duell zwischen der TSG Hoffenheim und dem VfL Wolfsburg kamen die Niedersachsen zu einem 3:2 (2:1)-Auswärtssieg.

Elfmeter-Experte Ricardo Rodriguez und Stürmer Bas Dost schossen die Wolfsburger ins Halbfinale. Durch zwei Strafstoß-Tore des Schweizers (26./44. Minute) und einen frechen Treffer nach Abseits-Trick des Niederländers (64.) verhinderten die Niedersachsen den ersten Einzug der Kraichgauer in die Vorschlussrunde des Cup-Wettbewerbs. Für die TSG traf Roberto Firmino vor nur 13 347 Zuschauern in der 39. Minute und der ersten Minute der Nachspielzeit. Hoffenheim scheiterte zum sechsten Mal im Viertelfinale des Pokals.

Wolfsburg hat nun die Chance, das 1:6-Trauma aus dem Vorjahres-Halbfinale gegen den FC Bayern München aufzuarbeiten und erstmals seit 1995 wieder ins Endspiel von Berlin einzuziehen. Fehlen wird im Semifinale allerdings Rodriguez, der in der 71. Minute wegen Zeitspiels die Gelb-Rote Karte sah. Seine erste Verwarnung hatte er kurz nach dem Seitenwechsel wegen eines taktischen Fouls gesehen. „Das war ein bisschen zu hart, finde ich“, sagte Rodriguez.

In Leverkusen fielen vor 25 244 Zuschauern während der regulären Spielzeit keine Tore. In der Verlängerung avancierte der eingewechselte Mohamadou Idrissou zunächst zum Pechvogel, als er einen umstrittenen Foulelfmeter neben das Tor von Bayer-Schlussmann Bernd Leno setzte (98.). Seinen Lapsus machte der Lautern-Stürmer aber wieder wett, als er Jenssen vor dessen Siegtreffer perfekt mit einem feinen Querpass bediente. In der zweiten Runde hatten die Pfälzer in Hertha BSC bereits einen Erstligisten ausgeschaltet.

„Insgesamt war der Sieg verdient. Hut ab vor allen, die da heute auf dem Rasen waren“, sagte der FCK-Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz. „Es ist unglaublich, ein fantastisches Gefühl. Ich habe nur gedacht: Bleib ruhig“, beschrieb Jenssen die Situation vor seinem Siegtreffer. Bayer zeigte eine insgesamt enttäuschende Leistung. „Das ist bitter, aber wir müssen uns an die eigene Nase packen. Kaiserslautern hat zurecht gewonnen. Wenn wir so auftreten, haben wir es auch nicht verdient“, sagte Simon Rolfes. (dpa)

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