Sport : Auf dem Weg ins Paradies

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Michael Rosentritt erklärt,

was mit Hertha wird

Seit Samstag ist es Gewissheit: Für Hertha BSC ist die Saison missraten. Von wegen Champions League. Das selbst gesteckte Saisonziel ist seit dem 20. Bundesliga-Spieltag rein rechnerisch nicht mehr zu erreichen, wenn man mal zugrunde legt, das dafür mindestens 62 Punkte nötig sind.

Zugegeben, vor Weihnachten hätte man zu derselben Einschätzung kommen können, und das ohne statistische Grundlage. Hertha ging als Tabellenvorletzter in die Winterpause. Jetzt ist Hertha Tabellenfünfter, Tabellenfünfter der Rückrunde. Das macht nicht alles vergessen, was war (oder besser: was nicht war). Aber es zeigt, was möglich ist. Plötzlich spielen die Berliner wie verwandelt. Zwar ging der Auftakt gegen Bremen 0:4 verloren, aber anders als zum Saisonstart (0:3 gegen Bremen) hat es die Mannschaft unter Trainer Hans Meyer verstanden, diese Niederlage abzuhaken. Hertha schlug erst Stuttgart und jetzt Freiburg. In der Hinrunde hieß es beide Male 0:0, dann folgte der Absturz. Hertha kassierte fortan die meisten Gegentore der Liga und bot den schlechtesten Fußball.

Jetzt ist Hertha zurück in der Wirklichkeit. Die hat mit der Champions League so wenig zu tun wie mit dem Absturz in die Zweite Liga. Diese Mannschaft gehört weder ganz nach oben, noch ganz nach unten. Das ist wenig, gemessen an den Ansprüchen vor der Saison. Aber es ist das Paradies – verglichen mit der Situation, in der Hertha BSC noch vor zwei Wochen steckte.

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