Sport : Auf dem Weg nach Europa

Bochum ist nach dem 3:0 gegen Freiburg Fünfter – Lokvenc kommt

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Bochum (dpa). Der VfL Bochum hat seinem Trainer Peter Neururer einiges voraus: sechs Spiele im Europapokal. In der Saison 1997/98 schalteten die Bochumer erst Trabzonspor und Brügge aus, ehe sie an Ajax Amsterdam scheiterten. „Ich war schon in vielen europäischen Geschäften“, antwortete Neururer am Sonntagabend auf eine entsprechende Frage. „Einkaufen.“

Neururer und sein VfL haben gute Chancen, in der nächsten Saison gemeinsam auf der internationalen Bühne aufzutreten. Durch das 3:0 (1:0) gegen den SC Freiburg kehrten die Bochumer in der FußballBundesliga auf den fünften Tabellenplatz zurück. „Es war der absolute Wille der Mannschaft zu sehen, unbedingt vor Dortmund und Schalke zu bleiben“, sagte Neururer. Der große Revierrivale Schalke 04 kann den VfL bei sieben Punkten Rückstand zwei Spieltag vor Schluss schon nicht mehr einholen. Nur die Dortmunder haben noch die Möglichkeit, die zweite Uefa-Cup-Teilnahme der Bochumer zu verhindern. Gegen die Freiburger, die noch einen Punkt benötigen, um den Verbleib in der Liga auch theoretisch zu sichern, blieben die Bochumer zum 13. Mal im 16. Heimspiel dieser Saison ohne Gegentor. Das hat noch keine Bundesliga-Mannschaft geschafft.

Peter Madsen brachte den VfL schon in der zweiten Minute in Führung. „Wir haben von Anfang an richtig Dampf gemacht“, sagte Stürmer Vahid Hashemian, der in der 53. Minute mit seinem 15. Saisontor das 2:0 erzielte und nach dieser Saison zu Bayern München wechselt. Sein Nachfolger steht nun endgültig fest. Kurz nach dem Spiel verkündigte der VfL, dass der tschechische Nationalspieler Vratislav Lokvenc vom 1. FC Kaiserslautern einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat. Der 30-jährige Stürmer wechselt ablösefrei nach Bochum.

„Es ist eine verdiente Niederlage“, sagte Freiburgs Trainer Volker Finke. „Bei den Toren haben wir kräftig mitgeholfen.“ Das 3:0 für Bochum erzielte sogar ein Freiburger. Ellery Cairo lenkte einen Freistoß von Miroslav Stevic ins eigene Tor (68.). Der Aufsteiger hatte anschließend sogar Glück, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Hashemian traf nur den Pfosten.

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