Sport : Auf dem Weg nach oben

Schalke besiegt Frankfurt 2:0 und ist Tabellendritter

Richard Leipold[Gelsenkirchen]

Darauf hatten Fußballspieler und Fans des FC Schalke 04 viele Wochen und Monate gewartet. Seit Sonntagabend stehen sie in der Bundesliga wieder unter den ersten drei der Tabelle. Nachdem sie 17 Runden lang auf dem vierten Platz ausgeharrt hatten, zogen die Westfalen dank eines 2:0 über Eintracht Frankfurt an Werder Bremen vorbei. Unter dem neuen Cheftrainer Mirko Slomka bleibt Schalke als beste Mannschaft der Rückrunde ungeschlagen. Inzwischen stehen sechs Siege und zwei Unentschieden in der Eröffnungsbilanz des Fußball-Lehrers, dessen Vertrag sich automatisch verlängert, falls Schalke die Saison mindestens als Dritter abschließt. Slomka sagte, nicht der Sprung auf Platz drei sei von großer Bedeutung, sondern es sei ebenso wichtig, dass sich die Mannschaft nach der Uefa-Cup-Niederlage gegen Palermo in der Bundesliga mit einem Erfolg zurückgemeldet habe.

Vor 61 500 Zuschauern in der Gelsenkirchener Arena waren die Rollen von Beginn so verteilt, wie es zu erwarten war. Schalke übernahm den Part des Angreifers, die Eintracht mobilisierte vor allem ihre Abwehrkräfte. Doch die Schalker Spielzüge in Richtung Frankfurter Strafraum wirkten zunächst nicht besonders einfallsreich. Vor der Pause verbreiteten nur zwei Freistöße von Mittelfeldspieler Lewan Kobiaschwili einen Hauch von Gefahr vor dem Tor der Hessen, deren Sicherheitssysteme zumeist störungsfrei funktionierten. In der ersten Halbzeit sei es seiner Elf schwer gefallen, sich „gegen die massive Abwehr durchzusetzen“, sagte Slomka. Bei Schalke bestätigte sich abermals, wie schwer es der Mannschaft fällt, ihren verletzten Mittelfeldstrategen Lincoln zu ersetzen. Im zentralen Mittelfeld kickte Mimoun Azaouagh zwar besser als eine Woche zuvor in Hannover, vermochte sich als kreativer Kopf aber noch nicht zu profilieren.

Nach der Pause wurden die Schalker ein wenig energischer. Obwohl sie weiterhin nichts Glanzvolles zustande brachten, gelang ihnen das Wesentliche: das Führungstor. Mittelstürmer Sören Larsen setzte sich in der Luft robust gegen Verteidiger Marko Rehmer durch und nutze Rafinhas Flanke mit einem Kopfstoß zum 1:0. „Larsen hat sich aufgestützt, das war ein klares Foul“, schimpfte Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel später. Larsen ließ sich die gute Laune dennoch nach dem Spiel nicht verderben. „Ich bin froh, mein erstes Kopfballtor in der Bundesliga erzielt zu haben“, sagte der Däne, der den Vorzug gegenüber Ebbe Sand erhalten hatte.

Trotz ihrer Überlegenheit hatten die Schalker aber bis kurz vor Spielschluss um den Sieg bangen müssen. Erst in der Nachspielzeit hatte Ebbe Sand die Nerven beruhigt: Der eingewechselte Däne hatte die Vorarbeit seines stark spielenden Landsmannes Larsen genutzt und das Tor zum 2:0 erzielt.

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