Sport : Auf der Jagd nach Mark Spitz Michael Phelps schwimmt Weltrekord

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Long Beach Die US-Trials begannen gleich mit einem Knall. Im ersten Endlauf der Olympiaqualifikation der amerikanischen Schwimmer schwamm Michael Phelps über 400 m Weltrekord. In 4:08,41 Minuten gewann er vor Erik Vendt, der sich ebenfalls das Ticket für Athen sicherte. Der 19 Jahre alte Phelps vom North Baltimore Athletic Club unterbot am Mittwoch seinen Weltrekord, den er im vergangenen Jahr bei den Weltmeisterschaften in Barcelona aufgestellt hatte, um 68 Hundertstelsekunden.

Die Begeisterung der über 7000 Zuschauer in der auf einem Parkplatz errichteten Freiluftarena kannte keine Grenzen, als Phelps nach der ersten Teilstrecke über 100 Meter Schmetterling bereits zwei Zehntelsekunden schneller war, als bei seinem Weltrekord vom 27. Juli vorigen Jahres. „Go!, Go!, Go!“, skandierte die Menge und trampelte so laut im Takt mit den Füßen auf den Tribünen herum, dass Phelps dies selbst unter Wasser hörte. Von Euphorie war bei ihm nach der scheinbar mühelos vollbrachter Heldentat allerdings nichts zu spüren: „Ich bin froh, diesen Wettbewerb hinter mir zu haben. Der erste Schritt ist abgehakt. Jetzt ruhe ich mich etwas aus und konzentriere mich auf den nächsten“, sagte Phelps.

Der dreimalige Weltmeister und Weltrekordhalter wird noch in fünf weiteren Einzelstrecken (200 m Lagen, 100 und 200 m Schmetterling, 200 m Rücken sowie 200 m Freistil) an den Start gehen, um seiner Mission zu folgen: Er will in Athen den Jahrhundertrekord seines Landsmannes Mark Spitz zu überbieten. Spitz hatte 1972 bei den Olympischen Spielen in München sieben Goldmedaillen erschwommen. dpa

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